Stereophonics - Scream Above The Sounds - Cover
Große Ansicht

Stereophonics Scream Above The Sounds


  • Label: Parlophone/WEA
  • Laufzeit: 46 Minuten
Artikel teilen:
5.5/10 Unsere Wertung Legende
7.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Kelly Jones bleibt das Alleinstellungsmerkmal der Stereophonics, bräuchte allerdings mal wieder ein paar zündende Ideen.

Während andere BritPop-Ikonen längst zerstritten und/oder aufgelöst sind, stellen sich die Stereophonics gegen diesen Trend und veröffentlichen im regelmäßigen Zwei-Jahres-Takt neue Alben. Trotzdem konnten die letzten Alben „Graffiti On The Train“ und „Keep The Village Alive nur bedingt überzeugen. Neben einigen hitverdächtigen Songs, gab es leider zu viel Durchschnitt. Trotzdem scheinen die Waliser seit dem Ausrutscher „Keep Calm And Carry On“ wieder auf dem richtigen Weg.

Das neue Album „Scream Above The Sounds“ geht einen ähnlichen Weg wie die Vorgänger. Insgesamt ist die Platte nett anzuhören und die Stimme von Kelly Jones ist nach wie vor ein Alleinstellungsmerkmal, trotzdem klingt hier vieles zu beliebig und nach Wiederholung. Da sich der Frontmann auch dieses Mal wieder fürs gänzliche Songwriting und die Produktion verantwortlich zeichnet muss er sich Kritik gefallen lassen. Der Opener „Caught By The Wind“ ist eine solide Radio-Nummer zwischen Rock und Pop, wären da nicht die langweiligen Single-Note-Licks von Gitarrist Adam Zindani und die ausgelutschten „Oh-Oh-Oh“-Chöre die wirklich in jedem im Radio gespielten Song vorkommen.

Auch die Vorab-Single „All In One Night“ hat einen solchen Part und bedient sich zudem ziemlich dreist an der Gesangslinie des eigenen „Indian Summer“. Die Idee des Textes verschiedene Wege einer Nacht in Zusammenhang zu bringen ist zwar nicht schlecht, trotzdem wirkt der Song wie schon gehört. Die Depri-Nummer „What’s All The Fuss About?“ erinnert etwas an Keane wirkt aber genauso wenig innovativ oder relevant wie der Totalausfall „Would You Believe?“. Deutlich besser wird es, wenn die Band etwas rockiger zu Werke geht. In „Cryin‘ In Your Beer“ trifft Ian Hunter auf die Stones, „Chances Are“ baut sich schön auf, um für BritPop-Verhältnisse so richtig loszurocken. Auch die Akustikballade „Boy On A Bike“ kann überzeugen, wenn auch eine Allerweltsakkordfolge benutzt wird.

Die restlichen Songs bewegen sich in ähnlichem Terrain, wobei jedoch Totalausfälle die Ausnahme bleiben. Trotzdem ist das Meiste auf „Scream Above The Sounds“ durchschnittlich bis solide. Oft ist es die Stimme und Ausstrahlung von Kelly Jones von denen die Songs leben. In puncto Songwriting bräuchte allerdings gerade dieser mal wieder ein paar wirklich zündende Ideen.

Anspieltipps:

  • Chances Are
  • Cryin’ In Your Beer
  • Boy On A Bike

Neue Kritiken im Genre „Rock“
4.5/10

Na Gut Dann Nicht
  • 2020    
Diskutiere über „Stereophonics“
comments powered by Disqus