The Killers - Wonderful Wonderful - Cover
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The Killers Wonderful Wonderful


  • Label: Island/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 43 Minuten
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3/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

In der Summe schrecklich belang- und total substanzlos. Sprich: Ein echter Flop!

Stattliche fünf Jahre nach ihrem letzten Studioalbum „Battle Born“ (09/2012) und der auch schon vor knapp vier Jahren auf den Markt gebrachten „Direct Hits“-Compilation, melden sich die Herren Dave Keuning (Gitarre), Mark Stoermer (Bass), Ronnie Vannucci (Drums) und Brandon Flowers (Gesang, Keyboards) alias The Killers endlich mit neuem Studiomaterial zurück.

Bereits im Sommer lag mit „The man“ die erste Singleauskopplung aus „Wonderful Wonderful“ vor und machte deutlich, wohin die musikalische Reise auf dem von Jacknife Lee (Snow Patrol, U2, R.E.M., Robbie Williams, Weezer, Taylor Swift) produzierten und in Los Angeles und Las Vegas aufgenommenen Werk gehen würde: Wie gehabt ist und bleibt poppiger Bombast das liebste Steckenpferd der Band aus Las Vegas, die sich dafür gerne vom Sound der 80er und 90er Jahre inspirieren lässt, um daraus ebenso wuchtige wie eingängige Pop-Rock-Songs zu kreieren.

Dass The Killers auf ihren letzten Alben in Sachen Sound und Produktion immer dicker aufgetragen haben und dabei nicht mehr die Hit-Qualitäten ihrer frühen Werke an den Tag legten, dürfte allerdings niemanden entgangen sein. Aus einst charmanten Songs wurden plötzlich aufdringliche Ballermänner, die dem Hörer ohne Vorwarnung in die Ohren gedrückt wurden. Eine Entwicklung, die nicht schön und leider auch noch nicht beendet ist. Sie spitzt sich auf „Wonderful Wonderful“ sogar noch zu.

Denn wo heute die starken Melodien fehlen, und das ist bei der überwiegenden Menge der Songs so, muss es knallen, scheppern und glitzern. So wird der Hörer ein ums andere Mal regelrecht angeschrien („Out of my mind“), mit effektüberladenen Songs gelangweilt („Rut“) oder mit schlecht zusammengeklauten Ideen überrascht („The calling“ klingt wie ein billiges Rip-Off von Depeche Modes „Personal Jesus“). Dabei gibt Brandon Flowers den aufgeblasenen Crooner-Gockel, der vor Kraft kaum laufen kann („Life to come“), während die berühmten Gäste zumindest ein bisschen retten, was zu retten ist.

So hören wir ein sehr dezentes Gitarrenspiel von Mark Knopfler in „Have all the songs been written?“, während Brian Enos Einflüsse in „Some kind of love“ durchschimmern und Ryan Tedder von OneRepublic „Life to come“ zu einem Pop-Monster aufbläst. Ja, das ist nett, aber in der Summe schrecklich belang- und total substanzlos. Sprich: Ein echter Flop!

Anspieltipps:

  • Run for cover
  • Some kind of love
  • Have all the songs been written?
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