P!nk - Beautiful Trauma - Cover
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P!nk Beautiful Trauma


  • Label: RCA/Sony Music
  • Laufzeit: 51 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
6.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Keine Partystimmung bei P!nk. 13 Songs über Beziehungsprobleme und andere private Traumata rauben dem Album die Fahrt.

Funhouse“ (10/2008), „The Truth About Love“ (09/2012), „Beautiful Trauma“ (10/2017). Die Abstände zwischen P!nks Studioalben werden immer länger, auch wenn sich die 38-Jährige zwischendurch mal ein Projekt wie You+Me mit Dallas Green (City And Colour) gönnt. Als zweifache Mutter ticken die Uhren eben anders und die Produktion eines P!nk-Albums, mit all seinen Zulieferern und Musikern, dauert eben nun mal seine Zeit, wenn dabei ein gewohntes Qualitätsprodukt herauskommen soll, das sich trotz der branchenüblichen Co-Songschreiber irgendwie vom Rest der Popwelt abheben muss.

Für ihr mittlerweile siebtes Studioalbum „Beautiful Trauma“ hat sich Alecia Moore alias P!nk wieder einmal jede Menge bekannte Namen ins Studio geholt, die mit ihren Skills seit Jahren die Beletage der Popmusik-schaffenden Menschen beliefern. Dazu gehören heuer u.a. Max Martin (Britney Spears, The Veronicas, Katy Perry, Ariana Grande), Shellback (Taylor Swift, Adam Lambert, Avril Lavigne, Maroon 5), Greg Kurstin (Beck, Sia., Kelly Clarkson, Ellie Goulding) und Busbee (Christina Aguilera, Shakira, Gwen Stefani, Ingrid Michaelson) sowie die Kollegen Jack Antonoff (Fun.), Tobias Jesso Jr., Steve Mac und Johnny McDaid (Snow Patrol).

So weit, so gewohnt. Denn schon die ersten Töne des Openers und Titeltracks tragen die gewohnten Markenzeichen des in der Regel leicht erkennbaren P!nk-Sounds. Bis auf einen Unterschied: Inhaltlich regieren in dem Stück alles andere als spaßige Themen. P!nk verarbeitet wieder einmal ihre Beziehungsprobleme und lässt dies den Hörer im Gegensatz zu früheren Songs, die ähnliche Thematiken hatten, in gemäßigteren Klängen spüren. Diese ziehen sich durch das gesamte Album und legen damit eine bombastfreie Sicht auf die Kompositionen frei.

Dabei kristallisieren sich unaufgeregt schöne Popsongs wie „Whatever you want“, „For now“, „What about us“ oder auch „Where we go“ heraus, während ein Track wie „Revenge“ mit einem unterirdischen Gastpart von Rapper Eminem enttäuscht. Zudem fällt der Balladenanteil, wie bei dem thematischen Kontext zu erwarten war, relativ hoch aus („But we lost it“, „Barbies“, „Wild hearts can’t be broken“), worauf sich der Hörer moralisch einstellen muss, denn Partystimmung kommt auf „Beautiful Trauma“ nicht wirklich auf. Und wenn doch, wird diese im Ansatz gleich wieder erstickt („I am here“). Das macht dieses Werk sicher nicht zu einem schlechten, doch die überwiegende Stimmungslage drückt schon ein bisschen aufs Gemüt.

Anspieltipps:

  • Secrets
  • I am here
  • Where we go
  • Whatever you want
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