Lara Fabian - Camouflage - Cover
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Lara Fabian Camouflage


  • Label: 9 Productions/Sony Music
  • Laufzeit: 40 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
6.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Lara Fabian serviert uns ein Dutzend gediegen-erwachsene Popsongs, die stilistisch im internationalen Fahrwasser einer Celine Dion schwimmen.

Lara Fabian (47), Sängerin mit belgisch-kanadischen Wurzeln, startete ihre Karriere im Jahr 1988 mit der Teilnahme für das Land Luxemburg am Eurovision Song Contest. Eine interessante Parallele zu Celine Dion (49), die im selben Jahr an dem Wettbewerb teilnahm. Dion startete für die Schweiz und Gewann den Contest, während Lara Fabian einen guten vierten Platz ergatterte. Jahre später entsann man sich bei der gemeinsamen Plattenfirma von Lara Fabian und Celine Dion daran und vermarktete die Sängerin international als „die neue Celine Dion“.

Geklappt hat das allerdings nur ein bisschen. Denn seitdem stehen 230 Millionen verkaufte Tonträger von Celine Dion gegen rund 20 Millionen von Lara Fabian, was unter anderem daran liegt, dass sich Fabians Hauptabsatzmärkte überwiegend auf Europa (insbesondere Frankreich, Belgien und die Schweiz) sowie Kanada beschränken und die musikalische Amtssprache in der Regel Französisch ist. Mit ihrem inzwischen 13. Studioalbum „Camouflage“ bricht Lara Fabian diese Regel allerdings und legt ihr nunmehr fünftes Werk in englischer Sprache vor.

Für die „Camouflage“-Songs griff die „I will love again“-Sängerin auf die Hilfe des schwedischen Songschreibers und Produzenten Moh Denebi (Måns Zelmerlöw, Loreen, Outlandish) sowie auf die Texte von Sharon Vaughn (u.a. Sunrise Avenue, The Wanted, Boyzone, Delta Goodrem) zurück. Herausgekommen sind zwölf gediegen-erwachsene Popsongs, die stilistisch im internationalen Fahrwasser einer Celine Dion schwimmen, hinter der sich Lara Fabian auch gesanglich nicht verstecken muss. Die 47-Jährige weiß ihre Stimme vergleichsweise sogar etwas moderater einzusetzen, was kein unerheblicher Faktor ist.

So gleiten die Songs auf „Camouflage“ mit sanften elektronischen Tupfern, akustischen Gitarren und dezenten Orchesterklängen, verpackt in unaufdringliche Melodien mit hohem Balladenanteil dahin, ohne dass sich der geneigte Hörer allzu sehr daran reiben muss. Das mag dem einen oder anderen gewiss etwas zu seicht sein, doch vor die Wahl gestellt, ob ein unaufgeregtes Album besser ist, als eine Ansammlung von Füllmaterial, das einen Singlehit in Album-Form irgendwie kaschieren soll, fällt die Entscheidung im Fall des vorliegenden Longplayers pro „Camouflage“ aus.

Anspieltipps:

  • I’m breakable
  • We are the storm
  • Paiting in the rain
  • Choose what you love most (let it kill you)
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