Gregg Allman - Southern Blood - Cover
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Gregg Allman Southern Blood


  • Label: Concord/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 58 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
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Das finale Album des im Mai dieses Jahres verstorbenen Gregg Allman.

Am 27. Mai 2017 verstarb Gregg Allman, Gründer, Sänger und Keyboarder der Allman Brothers und erfolgreicher Solokünstler. Anders als viele gelang es ihm allerdings sein letztes Album noch fertigzustellen und so erscheint knapp dreieinhalb Monate nach seinem Tod posthum „Southern Blood“. Aufgenommen im März 2016 in Muscle Shoals, Alabama und produziert von Don Was (u.a. Rolling Stones, Elton John, Bob Dylan) liefert „Southern Blood“ neben einer Eigenkomposition, wie schon das vorherige, grammy-nominierte „Low Country Blues“, Klassiker des Blues bzw. Country oder Songs von befreundeten Musikern.

Das eigene „My Only True Friend“ eröffnet das Album mit einer Mischung aus sanftem Southern Rock, Americana und einer leichten Jazz-Note, vor allem dank des prominent eingesetzten Bläser-trios, bestehend aus Jay Collins (Saxofon), Art Edmaiston (Saxofon) und Marc Franklin (Trompete). „Once I Was“ gerät aufgrund der Lapsteel zu einer ruhigen balladesken Nummer mit wehmütiger Countrynote, das von Bob Dylan verfasste „Going Going Gone“ geht in eine ähnliche Richtung, lässt aber durch dezent eingesetzte Slide-Gitarren noch Blues-Einflüsse zu.

Dreckigen Blues gibt es in „I Love The Life I Live“ (Willie Dixon), das schleppende „Blind Bats And Swamp Rats“ atmet südstaatliche Sumpfatmosphäre. Das soulige „Out Of Left Field“, bekannt durch Otis Redding, zeigt Allman erneut von einer ganz ruhigen Seite, bevor „Love Like Kerosene“ im Prinzip der einzige Song ist, der etwas an Tempo aufnimmt. Im Verbund mit Komponist Jackson Browne beschließt Allman das Album mit dem düsteren, aber ruhigen Countrysong „Song For Adam“.

Nicht gerade abwechslungsreich, doch aber äußerst stimmig gibt sich Gregg Allman auf seinem finalen Album. Schade, dass sich einige Songs doch zu sehr ähneln und sich so eine gewisse Langeweile breitmachen kann. Musikalisch natürlich erster Klasse und auch mit einem warmen Klang ausgestattet, kann „Southern Blood“ seinem Vorgänger „Low Country Blues“ nicht das Wasser reichen.

Anspieltipps:

  • Going Going Gone
  • Blind Bats And Swamp Rats
  • Out Of Left Field
  • Song For Adam

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