Black Stone Cherry - Black To Blues EP - Cover
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Black Stone Cherry Black To Blues EP


  • Label: Mascot Records
  • Laufzeit: 20 Minuten
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4/10 Unsere Wertung Legende
6.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Mit guter Intention gehen Black Stone Cherry ins Studio. Heraus kommen sie mit Ernüchterung.

Um die Zeit zum nächsten regulären Studioalbum zu überbrücken, senden Black Stone Cherry mit der EP „Black To Blues“ ziemlich genau anderthalb Jahre nach „Kentucky“ ein Lebenszeichen. Auch auf diesem gab es vermehrt Bluesreferenzen, die dem Hard- und Southern-Rock der Südstaatler schon seit jeher als Basis dienen. „Black To Blues“ ist nun eine EP mit Bluescovern der ganz Großen.

„Built For Comfort“ gehört seit Jahren schon zum Live-Set der Band aus Kentucky. Die hier zu hörende Version des Willie Dixon-Songs leidet allerdings unter matschigen Riffs und einem allgemeinen Rumpelsound, sodass dem Lied nichts Interessantes zu entlocken ist. Besser tönt da schon der stampfende Muddy Waters-Bluesrocker „Champagne & Reefer“. Ein lässiges Lick als Intro und die Band versteht es durchaus, den Song zu ihrem eigenen zu machen und so einen guten Heavy-Blues abzuliefern. „Palace Of The King“, im Original von Freddie King, wird dann leider wieder durch die wuchtigen und dumpfen, abgedämpften und stark verzerrten Riffs zunichtegemacht. Weiter wirkt der Background-Chor deplatziert in diesem harten Soundgewitter.

Bis hierhin kann man Black Stone Cherry aber zumindest in Bezug auf die Auswahl der Songs nur loben. Alle drei gehörten Songs gehören nicht zum teilweise unendlich totgenudelten Blues-Kanon. Allerdings folgen dann mit „Hoochie Coochie Man“ (geschrieben von Dixon, erstmals aufgenommen von Waters) und „Born Under A Bad Sign“ (Albert King) zwei der meistgecoverten und vertonten Blues-Standards, denen auch Black Stone Cherry nichts mehr hinzufügen können, außer sie rumpelnd und krachend rauszuhauen. „I Want To Be Loved“ kommt dann nochmal ganz cool, allerdings ist auch dieser Song allseits bekannt (Muddy Waters, Rolling Stones).

Mit einer guten Idee sind Black Stone Cherry ins Studio gegangen, herausgekommen ist eine leider ernüchternde EP. Mit ihrem stampfenden, krachenden Sound zerstört die Band jegliche Dynamik und Intensität der Songs. Darüber hinaus ist der Sound bedauerlicherweise sehr matschig und undifferenziert. Leider ist auch die Songauswahl nur zur Hälfte innovativ, was allerdings durch die Auswahl dreier unendlich interpretierten Songs ebenfalls torpediert wird.

Anspieltipps:

  • Champagne & Reefer
  • I Want To Be Loved

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