William Patrick Corgan - Ogilala - Cover
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William Patrick Corgan Ogilala


  • Label: BMG Rights Management
  • Laufzeit: 38 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
6.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Rick Rubin hat den alten Miesepeter geknackt und auf den Pfad der Tugend zurückgeführt.

Ein wunderlicher Zeitgenosse und wohl auch schwieriger Charakter war Billy Corgan (50), seines Zeichens Mastermind der Chicagoer Alternative-Rock-Band Smashing Pumpkins, ja schon immer. Doch das machte seine Kunst stets spannend, selbst wenn er sich von Zeit zu Zeit arg verhedderte und den roten Faden verlor. Sei’s drum! Egal ob solo, mit Zwan oder den zermatschten Kürbissen, Billy Corgan darf durchaus als Held eines Genres und einer Generation bezeichnet werden.

Für sein jüngstes Projekt namens „Ogilala“ hat sich Billy Corgan mit der Produzenten-Legende Rick Rubin (Tom Petty, Johnny Cash, Ed Sheeran, Lady Gaga, ZZ Top, Adele, Metallica, Shakira, Red Hot Chili Peppers, Jay-Z, Linkin Park, Slayer) zusammengetan, der schon so mancher Karriere neuen Schwung gab und aus den von ihm betreuten Künstlern mit stoischer Ruhe und Konsequenz den gewissen Unterschied herausholte. Doch nicht nur das. Als wollte Billy Corgan eine neue Ernsthaftigkeit in seinem Schaffen unterstreichen, tilgte er seinen alten Rufnamen und nennt sich nun wieder so, wie ihn seine Eltern getauft haben: William Patrick Corgan.

Eine weitere Veränderung ist, dass William Patrick Corgan auf „Ogilala“ die Pfade der Rockmusik verlässt und in Singer/Songwriter-Gefilde eintaucht. Aufgenommen wurde in Rubins Shangri La Studios in Malibu unter Live-Bedingungen, woraus folgt, dass wir auf diesem Album William Patrick Corgan in Reinform serviert bekommen. Er singt, spielt auf der Akustikgitarre und dem Piano. Dazu wurden nachträglich Orchester- und Synthesizer-Parts beigemischt („The spaniards“) und auch Pumpkins-Kumpel James Iha ist im Song „Processional“ kurz zu hören.

Auf diese Art kitzele Rick Rubin endlich wieder die kompositorische Essenz aus William Patrick Corgan heraus, die der Hörer von den frühen Pumpkins-Werken kennt, danach aber viel zu häufig mit Bombast und Effekten zugedeckt wurden. So steht „Ogilala“ für einen Befreiungsschlag, der Billy Corgan dem Hörer wieder zugänglich macht. Die Songs und nicht das Bohei drumherum stehen im Vordergrund. Corgans Stimme ist das zentrale Element, um das sich alles dreht. Die musikalischen Strukturen liegen offen. Keine Frage: Rick Rubin hat den alten Miesepeter tatsächlich geknackt.

Anspieltipps:

  • Zowie
  • Archer
  • Mandarynne
  • The spaniards
  • Half-life of an autodidact
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