Death From Above 1979 - Outrage! Is Now - Cover
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Death From Above 1979 Outrage! Is Now


  • Label: Last Gang/SPV
  • Laufzeit: 36 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
9/10 Leserwertung Stimme ab!

Wut ist in Mode. Deshalb sind auch DFA aggro drauf und lassen ihre Gefühle in knackigen 36 Minuten vom Stapel.

Nachdem zwischen ihren ersten beiden Alben mal eben zehn Jahre vergangen waren, haben sich Death From Above nach ihrem 2014er Comeback mit „The Physical World“ diesmal richtig beeilt und legen jetzt mit „Outrage! Is Now“ ihr neues Werk vor. Den Namenszusatz „1979“ hat das kanadische Duo mittlerweile abgelegt, auch wenn sämtliche Social-Media-Profile noch eben jenen Zusatz tragen. Dafür gehen die Herren Sebastien Grainger (Gesang, Drums) und Jesse F. Keeler (Bass, Keyboards) wie gewohnt sehr knackig zur Sache und lassen auch auf ihrem Drittwerk die Spielzeit nicht über die 40-Minuten-Marke schnellen.

Aufgenommen wurde „Outrage! Is Now“ im sonnigen Los Angeles zusammen mit dem Produzenten Eric Valentine (Queens Of The Stone Age, Good Charlotte, Taking Back Sunday, Slash, Third Eye Blind). Doch das schöne Wetter hat sich nicht auf die Songs übertragen. Denn für Death From Above ist „Outrage! Is Now“ eine Art (Zitat) „Statusbericht in Bezug auf das Unwohlsein im neuen Jahrtausend“, kombiniert mit dem Ärger darüber, dass auf der Welt inzwischen ein Klima der generellen Empörung über alles und jeden herrscht. Dieser Frust musste raus, obwohl Sebastien Grainger und Jesse F. Keeler ansonsten eher friedliebende Zeitgenossen sind.

Nichtsdestotrotz steht dem Duo der neue, fordernde Sound sehr gut. Bass, Gitarre und auch der stets etwas irre Gesang dröhnen herrlich verzerrt aus den Boxen („Never swim alone“, „Nomad“). Dazu arbeitet die Band aus Toronto mit vertrackten Rhythmen („Moonlight“) und progressiven Tempowechseln („Holy books“), sodass es dem Hörer niemals langweilig wird. Keine Frage, dieses Gesamtpaket erinnert stark an den Sound der Queens Of The Stone Age und die frühen Wolfmother, allerdings ohne an deren Hit-Qualitäten heranzureichen.

Schlecht ist „Outrage! Is Now“ deshalb noch lange nicht! Death From Above kommen schnell auf den Punkt und lassen jegliche Speckrollen weg, die ein Album träge und öde machen. Dabei verschwindet die dämliche Begrifflichkeit „Dance-Punk“ zwar immer noch nicht ganz aus dem Wortschatz, doch wenn damit die rohe Energie gemeint ist, die Death From Above auch auf „Outrage! Is Now“ verbreiten, soll uns diese Nerd-Scheiße recht und gut sein.

Anspieltipps:

  • Nomad
  • Caught up
  • Moonlight
  • NVR 4EVR
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