Black Sabbath - The End Live In Birmingham - Cover
Große Ansicht

Black Sabbath The End Live In Birmingham


  • Label: Eagle Rock/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 147 Minuten
Artikel teilen:
6.5/10 Unsere Wertung Legende
7.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Ein gelungener Abschluss für die Väter des Heavy Metal.

Eigentlich war nach der Albumveröffentlichung und dem nachfolgenden Tourzyklus zu „13“ noch die Rede von einem weiteren Studioalbum, jetzt ging doch alles ganz schnell und Black Sabbath sind Geschichte. Zumindest in Bezug auf ausgedehnte Live-Tourneen. Doch während Tony Iommi und Geezer Butler hin und wieder durchscheinen lassen, dass die Möglichkeit für ein neues Album weiterhin bestehen würde, hat Ozzy Osbourne unlängst andere Pläne angekündigt. Auch er will sich von großen Konzertreisen zurückziehen, allerdings nicht bevor er dies noch einmal ausführlich getan hat.

Aufgenommen beim letzten Konzert der „The End“-Tour am 4. Februar 2017 in Birmingham spielen sich die drei Altrocker plus Ozzy-Drummer Tommy Clufetos durch ein wahres Greatest Hits-Set aus fast 50 Jahren Heavy Metal. Besser als mit „Black Sabbath“ hätte man die Abschiedstour wahrscheinlich nicht eröffnen können und Iommi und Butler zeigen, dass sie immer noch auf der Höhe sind, während Osbourne offensichtliche Timing-Probleme darlegt. Dafür zeigt er in „Under The Sun/Every Day Comes And Goes“, dass nur er diese bedrohlich klingenden Songs in den Siebzigern in Szene setzen konnte. Sein nölender, klagender Gesang passt nach wie vor bestens zu den düsteren Riffs und dem polternden Gesamtsound.

„Into The Void“ zeigt deutlich wie die Engländer den Doom Metal erfunden haben, „N.I.B.“ lässt leicht bluesrockige Anleihen durchscheinen und „War Pigs“ ist noch genauso mächtig, wie vor 37 Jahren. Auch das Publikum darf hier mal ordentlich mitmachen. Mit „Supernaut/Sabbath Bloody Sabbath/Megalomania“ findet sich noch ein Instrumental-Medley im Set und zeigt wie schwer es ist eine Songliste für eine Abschiedstournee zu erstellen. Auf dieses Medley, das Drum-Solo, sowie das Bass-Solo hätte man getrost verzichten können. Dass dafür kein wirklicher Song des besten Sabbath-Albums „Sabbath Boody Sabbath“ den Weg ins Konzert gefunden hat ist ärgerlich. Die großen Hits „Iron Man“ und der Rausschmeißer „Paranoid“ dürfen natürlich nicht fehlen.

Insgesamt ist „The End (Live)“ aber gelungen und bildet einen schönen Abschluss für die wohl wichtigste Band des Heavy Metal. Trotzdem ist das vor etwa 20 Jahren erschienene „Reunion“ Live-Album die bessere Alternative. Zum einen singt Ozzy Osbourne darauf wie ein Derwisch, zum andern hat dieses Album einen riesengroßen Vorteil, der auf den Namen Bill Ward hört. Dieser ist nämlich auch bei der Abschlusstour erneut nicht mit an Bord gewesen.

Anspieltipps:

  • Black Sabbath
  • Into The Void
  • War Pigs
  • N.I.B.

Neue Kritiken im Genre „Hardrock“
6.5/10

Snakes & Ladders
  • 2017    
Diskutiere über „Black Sabbath“
comments powered by Disqus