Pink Cream 69 - Headstrong - Cover
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Pink Cream 69 Headstrong


  • Label: Frontiers Records
  • Laufzeit: 86 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
6.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Pink Cream 69 liefern solide Hardrock-Kost, ohne großartige Ausreißer nach oben oder unten.

Durch die vielen Projekte der Mitglieder von Pink Cream 69, veröffentlichen die deutschen Hardrockurgesteine nur noch sehr sporadisch neue Alben. Vier Jahre sind seit dem letzten Album „Ceremonial“ vergangen, die Zeitspanne zu dessen Vorgänger „In10sity“ betrug sogar sechs Jahre. Dennis Ward ist unter anderem bei Unisonic oder bis vor kurzem bei Joe Lynn Turners Projekt Sunstorm, zusammen mit Drummer Chris Schmidt und Gitarrist Uwe Reitenauer, mehr oder weniger aktiv, Frontmann David Readman leiht seine Stimme unter anderem auch Pendulum Of Fortune oder Almanac.

Dass durch diese Vielzahl an Beschäftigungsfeldern auch PC69 wie eine Nebenprojekt anmutet ist zwangsläufig, aber irgendwie müssen die Herren ja auch ihre Rechnungen bezahlen. Trotzdem spiegelt sich diese Vielbeschäftigung auch in der Musik wieder. Richtig vom Hocker reißen, will hier kein Song. Der klassische Hardrock mit leichten (Power-)Metal-Anleihen ist zwar handwerklich gut gemacht, klingt aber zum größten Teil nach kalkulierter Massenware, wie des Öfteren bei Veröffentlichungen aus dem Hause Frontiers. Ebenso der Sound der typisch modern klingt, aber jeglicher Seele beraubt ist.

Dabei fängt das aktuelle Album „Headstrong“ durch aus enthusiastisch an. „We Bow To None“ vermischt Whitesnake mit Van Halen, dazu ein Powermetal-Chorus und auch die Gitarrenharmonien sind diesem Genre entliehen. „Walls Come Down“ ist in der Schnittmenge zwischen Heavy Rock und 80s Metal anzusiedeln und David Readman zeigt, dass er einer der wenigen Rocksänger der jüngeren Garde ist, die ganz in der Tradition der großen Frontmänner wie David Coverdale, Ronnie James Dio oder Joe Lynn Turner steht. Auch der Rest des Albums verschreibt sich der schon beschriebenen Rezeptur, dazu ein paar etwas übertriebene und klinisch klingende Double Bass Attacken und fertig ist die Platte. Ausreißer in beide Richtungen gibt es mit Ausnahme des schmissigen „Bloodsucker“ nicht wirklich.

So ist „Headstrong“ eine solide Hardrock-Platte, die keinem weh tut, aber auch nicht wirklich mitreißt. Etwas zu kalkuliert und produziert klingt das Songmaterial. Als Bonus gibt es noch eine Live-CD mit älteren Klassikern aus dem Bandrepertoire, die wenigstens das Preis-Leistungs-Verhältnis von Frontiers etwas geraderückt.

Anspieltipps:

  • We Bow To None
  • Man Of Sorrow
  • Bloodsucker

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