Supersonic Blues Machine - Californisoul - Cover
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Supersonic Blues Machine Californisoul


  • Label: Mascot Records
  • Laufzeit: 63 Minuten
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5.5/10 Unsere Wertung Legende
4/10 Leserwertung Stimme ab!

Handwerklich gut gemacht, sind es die Songs, die nicht wirklich zwingend sind.

Etwas mehr als anderthalb Jahre nach dem Debüt „ South Of Frisco“ legt die Bluesrocksupergroup mit „Californisoul“ ihr zweites Album nach. Auch auf ihrem neuen Werk hat das Trio wieder eine Reihe illustrer Gäste um sich geschart und macht das Album, wie schon das Debüt, zu einer Art Klassentreffen. Die Songs wurden von Gitarrist und Sänger Lance Lopez und Bassist Fabrizio Grossi komponiert, produziert hat das Ganze erneut Grossi in seinem Studio im Norden Hollywoods.

Den entstandenen Westcoast-Sound würzt die Band im Opener „I Am Done Missing You“ mit einer Prise Reggae in den Strophen und einer ordentlichen Portion Soul. „Somebody’s Fool“ ist ein klassischer Bluesrock, der an viele andere Songs erinnert, auch wenn man keinen spezifischen Song nennen kann, da es einfach zu viele dieser Machart gibt. Veredelt wird der Song allerdings durch die exzellente Slide-Gitarre Robben Fords. Nach dem eher dahinplätschernden „L.O.V.E.“ ist mit Billy Gibbons der nächste Gast mit an Bord. Und wie sollte es anders sein, „Broken Heart“ klingt nach ZZ Top, auch wenn sich Gibbons gesanglich zurückhält.

„Bad Boys“ beginnt mit groovendem Schlagzeugspiel von Allzweckwaffe Kenny Aronoff und funky Riffs, die Textzeile „bad boys keep playing the blues“ wirkt allerdings doch etwas platt. Anschließend orientiert sich die Supergroup an den bekannten Gitarristen von Woodstock. „Elevate“ wartet mit Hendrix-Riffs und spritzigen Licks von Eric Gales auf, „The One“ erinnert mit seinem Latin-Sound klar an Santana. Die ansonsten eher langatmige Semiballade „Hard Times“ lässt leider nur beim furiosen Solo von Steve Lukather aufhorchen.

Im letzten Albumdrittel stechen nur das gefühlvolle „What’s Wrong“ mit Walter Trout, das lässig groovende „Thank You“ heraus und das mit einer Mixtur aus Reggae, Funk und Gospel daherkommende „This Is Love“ heraus. Handwerklich ist „Californisoul“ erneut gut gemacht, allerdings sind die Songs anders als beim soliden Vorgänger nicht immer zwingend und oftmals unnötig in die Länge gezogen. So bleibt ein gewisser Projektcharakter auch auf der zweiten Scheibe der Supersonic Blues Machine erhalten.

Anspieltipps:

  • Somebody’s Fool
  • Broken Heart
  • What’s Wrong
  • This Is Love

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