Annihilator - For The Demented - Cover
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Annihilator For The Demented


  • Label: Silver Lining/WEA
  • Laufzeit: 48 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
6/10 Leserwertung Stimme ab!

Jeff Waters würzt die altbekannte Thrash-Formel ab und an mit ein paar Spielereien.

Seit über 30 Jahren fristen die Kanadier um Jeff Waters ein kleines, aber feines Nischendasein in der Thrash-Metal-Szene. Zum ganz großen Erfolg wie es beispielsweise Megadeth oder Anthrax im Zuge des Weltruhms von Metallica erlebt haben hat es nie gereicht. Trotzdem sind Annihilator seit Jahren mit konstanten Albumveröffentlichungen Szene-Urgesteine und -Lieblinge. Zwei Jahre nach „Suicide Society“ erscheint nun „For The Demented“.

Wie schon auf dem Vorgänger hat wieder Mastermind Jeff Waters den Gesang übernommen, für Songwriting und Produktion hat sich der 51-Jährige dieses Mal von Neuzugang Rich Hinks am Bass unter die Arme greifen lassen. Musikalisch wird geboten, was man erwartet. Der Eröffnungsdreier bietet Thrash in Reinkultur. „Twisted Lobotomy“ beginnt melodisch, um sich dann in ein Thrash-Ungetüm zu verwandeln. Double-Bass-Gewitter des neuen Drummers Fabio Alessandrini, flotte Gitarren-Licks und -Riffs und Stakkato-Passagen lassen Parallelen zu den Kollegen von Megadeth zu.

Nach dem etwas mehr im Midtempo angesiedelten Titelsong, gerät „Pieces Of You“ zur düsteren Ballade. Die Spannung aufbauende Bridge und das beinahe gefühlvolle Solo von Waters geben dem Song den letzten Kick. Auch das folgende „The Demon You Know“ kann mit unterkühlter Atmosphäre und der Strophe mit rollendem Bass überzeugen. „Phantom Asylum“ wechselt zwischen schnellen, harten und groovenden Passagen und wird mit Stakkato-Riffs und einem überraschendem an einen Western erinnernden Leadgitarren-Part angereichert. Weiter bietet das Album flotten Trash („Altering The Altar“), handfesten Rock („The Way“) und in „Not All There“ sogar eine funky Passage.

Neue Heerscharen an Fans werden sich Annihilator mit ihrer neuen Platte „For The Demented“ nicht erspielen. Warum auch? Ihre Fans wissen was sie wollen und das bekommen sie auch geliefert. Dazu ist sich Jeff Waters nicht zu schade, die eine oder andere Spielerei in seine Songs zu integrieren. So bleibt die Motivation frisch und die Musik auch etwas abwechslungsreich.

Anspieltipps:

  • Pieces Of You
  • The Demon You Know
  • Phantom Asylum
  • Not All There

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