Bob Dylan - Trouble No More: Bootleg Series Vol. 13 (1979-1981) - Cover
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Bob Dylan Trouble No More: Bootleg Series Vol. 13 (1979-1981)


  • Label: Columbia/Sony Music
  • Laufzeit: 153 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
6.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Teil 13 der Dylan-Bootleg-Reihe serviert eine Song-Auswahl aus den Tourneen der Jahre 1979 bis 1981.

Die im Jahr 1991 eingeführte Bootleg-Serie aus dem Hause Bob Dylan geht mit „Trouble No More“ in die mittlerweile 13. Runde. Erneut werden die scheinbar bis zum Anschlag gefüllten Archive für die große Gemeinde der Dylanologen geöffnet, die mit dieser Veröffentlichung noch einmal mit einer Phase in der Karriere des Amerikaners in Berührung kommen, die ebenso umstritten ist, wie sein Wechsel zum elektrischen Rock Mitte der 60er Jahre.

Zwischen 1979 und 1981 veröffentlichte Bob Dylan (76) die Alben „Slow Train Coming“, „Saved“ und „Shot Of Love“, die Dylans Hinwendung zum Christentum reflektierten, womit nicht jeder Fan etwas anfangen konnte. Das hier vorliegende Werk dokumentiert die in diesem Zeitraum stattgefundenen Tourneen, wobei der geneigte Konsument wieder zwischen verschiedenen Varianten wählen kann: Eine auf zwei CDs oder vier Vinyl-Scheiben gebannte Essenz zum schmalen Preis oder eine Luxus-Version, die sich ganz geschmeidig über neun Silberlinge (acht CDs und eine DVD) erstreckt.

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Wir belassen es bei der Begutachtung der 30 Songs umfassenden Doppel-CD, die wie für die Bootleg-Reihe gewohnt, auch bei der Schmalspurausgabe mit einem prächtigen und sehr ausführlichen Booklet daherkommt. Auf 65 Seiten erhält der Hörer jede Menge informative Begleitinformationen zu den Songs, die in San Francisco, Pittsburgh, Oslo (Norwegen), Albuquerque, Portland, Santa Monica, Memphis, Kansas City, San Diego, London (England), Montreal (Kanada), Bad Segeberg (Deutschland), Philadelphia, Buffalo, Avignon und Toulouse (Frankreich), Detroit, Boston und Lakeland mitgeschnitten wurden.

Das von Mark Wilder remasterte Material erklingt trotz fast 40 Jahren auf dem Buckel auf sehr anständigem Niveau und liefert haufenweise unveröffentlichte Live-Versionen aus Dylans sogenannter Gospel- und Prediger-Phase, die auf den drei Studioalben – wie gesagt – gespaltene Publikumsreaktionen hervorrief, in den Live-Gewändern aber etwas konsumentenfreundlicher erscheint. Nichtsdestotrotz zählt Dylans christliche Album-Trilogie nicht zu seinen Meisterwerken, auch wenn es den einen oder andern netten Song zu hören gibt.

Fazit: Auch beinharte Dylan-Fans müssen wohl zugeben, dass es auf der 13. Bootleg-Ausgabe heuer nichts Spektakuläres zu entdecken gibt, sodass die Schiere Menge Songs der wie immer super-teuren Luxus-Ausgabe von „Trouble No More“ eher abschreckend als einladend wirkt. Weniger ist da eindeutig mehr und schützt davon, dass wir uns eine schwache Kreativphase von Robert Zimmerman unnötig schön hören müssen.

Anspieltipps:

  • Solid rock
  • Slow train
  • Pressing on
  • Saving grace
  • Precious angel
  • Gotta serve somebody
  • Gonna change my way of thinking
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