Iron Maiden - The Book Of Souls: Live Chapter - Cover
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Iron Maiden The Book Of Souls: Live Chapter


  • Label: Parlophone/WEA
  • Laufzeit: 100 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
7.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Wie üblich gibt es eine Live-Veröffentlichung zur Tour. Auf Maiden ist eben Verlass.

Es war ja zu erwarten. Wie nach jedem Album, folgt erst die Tour und dann das Live-Dokument. Auf Iron Maiden ist und bleibt Verlass. Nach ihrem ersten Doppelalbum „The Book Of Souls“, welches überall zurecht positiv aufgenommen wurde, gingen die Briten auf ausgedehnte Welttournee, die sie in zwei Jahren in über 39 Länder und vor die Augen von zwei Millionen Fans geführt hat. Klar, dass dieses Erlebnis so kurz vor Weihnachten nun für alle bereitgestellt wird. Aufgenommen wurde das Ganze quer über den Globus verteilt von Sydney über Rio bis nach Wacken oder Newcastle.

Ganze sechs Songs des Studioalbums zur Tour haben es auf das Live-Dokument geschafft. Mit abwechselnden Tourneen, die entweder dem jeweiligen neuen Album oder der Geschichte der Band gewidmet sind, haben die Herren um Bandchef Steve Harris ein Konzept gefunden, welches sowohl sie als Musiker, als auch die Fans akzeptieren und zufrieden stellt. Einziges Ärgernis, dass es mit „The Red And The Black“ und „The Book Of Souls“ gleich zwei Songs des letzten Albums auf die Setlist geschafft haben, die über zehn Minuten andauern. Immerhin hatten die Konzertbesucher Zeit in Ruhe auf Toilette zu gehen und für Biernachschub zu sorgen. Stimmungsbringer sind diese zwei Songs mit Sicherheit nicht, wie man auch an den fehlenden Publikumsreaktionen hören, bzw. nicht hören kann. Fairerweise muss man sagen, dass die Menschenmenge für Maiden-Verhältnisse sehr ruhig gemixt ist.

Der Rest des Sets besteht aus Klassikern, wie „The Trooper“ oder „The Number Of The Beast“. Klar, „Fear Of The Dark“ muss auch dabei sein, um wirklich alle abzuholen, vielleicht auch diejenigen die sich haben mitschleifen lassen. Mit „Children Of The Damned“ und „Powerslave“ finden sich aber immerhin ein paar Songs, die nicht so oft im Programm der eisernen Jungfrauen zu finden sind. „Wrathchild“, „Blood Brothers“, welches als Beispiel herhalten muss, dass es auch neuere Songs in die Zugaben schaffen, oder der Titelsong der Band sind aber auf Dauer durchaus ermüdend. Mit dem Abschluss „Wasted Years“ macht man hingegen nie etwas falsch.

Soundtechnisch kann man Harris, der das Album zusammen mit Tony Newton gemischt hat, nichts vorwerfen. Vor allem Bruce Dickinson klingt erstaunlich frisch, bedenkt man, dass er erst kurze Zeit zuvor seine Krebsbehandlung abgeschlossen hat. Ob man dieses Album wirklich braucht? Als Fan mit Sicherheit, als Gelegenheitskäufer oder -hörer sollte man sich vorher mit „Rock In Rio“ oder „Live After Death“ beschäftigen.

Anspieltipps:

  • If Eternity Should Fail
  • Children Of The Damned
  • Powerslave
  • Wasted Years

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