King King - Exile & Grace - Cover
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King King Exile & Grace


  • Label: Manhaton Records
  • Laufzeit: 39 Minuten
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8.5/10 Unsere Wertung Legende
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Mit leichter Kurskorrektur in Richtung Classic Rock liefern King King ein starkes Album, das immer noch im Blues verankert ist.

In den letzten Jahren haben sich King King aus Schottland durch unzählige Auftritte eine treue und immer größer werdende Fanschar erspielt. Ob in verschwitzten Clubs oder auf den großen Bühnen von renommierten Festivals wie dem Ottawa Blues Fest oder dem Mahindra Festival in Mumbai wissen die Herren um Frontmann Alan Nimmo mit ihrem energiegeladenen Bluesrock zu überzeugen. Nach dem letztjährigen „Live“-Album folgt dieses Jahr mit „Exile & Grace“ der mittlerweile fünfte Output der Band.

Dieses Mal haben sich King King allerdings etwas mehr dem Classic Rock zugewandt als auf den ersten Alben. „(She Don’t) Gimme No Lovin‘“ eröffnet die Platte mit einer spritzigen Rocknummer in der Schnittmenge von AC/DC und The Who, bei dem sich satte Gitarrenriffs und Hammond-Salven bestens ergänzen. Der warme, wohlaustarierte Klang tut sein Übriges. Die Nummer macht einfach nur Spaß und lässt jetzt schon auf die anstehende Tour im nächsten Frühjahr freuen. Die folgenden „Heed The Warning“ und „Broken“ sind etwas mehr im Blues verankert, orientieren sich aber durchaus an bluesbasiertem Hardrock im Stile von Whitesnake oder Bad Company, mal etwas schwerer und schleppend, mal etwas melancholischer.

Auch stimmlich macht Alan Nimmo etwas her. Dies hört man besonders bei den ruhigeren Songs, wie der Bluesballade „Find Your Way Home“ oder dem stampfenden, sich immer weiter auftürmenden „Betrayed Me“, die beide auch durchaus von Joe Bonamassa stammen könnten. Bei „Long Time Running“ würzt die Band alle bisher genannten Einflüsse mit einer Prise Southern Rock, bevor „I Don’t Wanna Lie“ mit einer leichten Funk-Note das Album beendet. Ein Album auf dem kein Schwachpunkt auszumachen ist. Ausnahmslos gute Songs liefern King King auf „Exile & Grace“, dazu ist die Platte bestens produziert. Die leichte Kurskorrektur in Richtung Classic Rock macht die Band vielseitiger und bewahrt sie davor sich zu wiederholen.

Anspieltipps:

  • (She Don’t) Gimme No Lovin’
  • Broken
  • Betrayed Me
  • Long Time Running
  • I Don’t Wanna Lie

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