Galactic Cowboys - Long Way Back To The Moon - Cover
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Galactic Cowboys Long Way Back To The Moon


  • Label: Mascot Records
  • Laufzeit: 62 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
7.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Make Music Great Again lautet das Ziel der wiedervereinten Texaner. Ein bisschen haben sie dazu beigetragen.

Selbstbewusst und mit ihrem seit jeher ganz eigenen Humor melden sich die Galactic Cowboys mit den Worten: „In The Year 2017 return to earth on a mission of vital importance – Make Music Great Again! Prepare yourselves for their triumphal reentry.“ auf ihrer Homepage zurück. Seit ihrem letzten Album „Let It Go“ aus dem Jahre 2000 gab es nur sporadische Auftritte, die man an einer Hand abzählen kann. Nun gibt es mit „Long Way Back To The Moon“ ein neues Album der Texaner und vorgenommen haben sie sich allem Anschein nach viel.

„In The Clouds“ eröffnet das Album standesgemäß als eine Mischung aus Rush und den Beatles. Ist der Opener noch verhältnismäßig rockig unterwegs, ziehen die vier Herren anschließend gehörig an. „Internal Masquerade“ und noch mehr „Blood In My Eyes“ tönen in den Strophen klar nach Anthrax, nur mit ausgeprägtem Spielwitz. Dazu gibt es eingängige Refrains mit ausgefeiltem Harmoniegesang, die mal nach kalifornischem College-Rock, den Fab Four oder King’s X klingen. Mit straightem, dringlichem Schlagzeug und einem schweren, groovenden Riff weiß auch der letzte Song des ersten Drittels „Next Joke“ vollends zu überzeugen. Ein Einstand nach Maß, in einer Welt, in der man sich immer mehr einem Produkt, denn einer Kunstform Musik ausgesetzt fühlt.

Anschließend ist man verleitet anzunehmen, die Band hätte ihr Pulver verschossen. Das harte „Zombies“ und das unspektakulär wirkende „Drama“ zünden nicht direkt. In der Langzeitwirkung entfaltet aber besonders letzteres ungeheures Hitpotenzial. Und so geht es weiter. Progressive Strukturen, harte Riffs und bis ins letzte Detail ausgefeilte Harmonien im Refrain. Dazu gibt es in „Losing Ourselves“ noch einen wahren Crossover-Brecher und im düster-melodischen Titeltrack sogar balladeske Anklänge. Einzig „Hate Me“ tönt insgesamt zu thrashig.

Sie wollten die Musik wieder großartig machen und mit ihrem ersten Album seit 17 Jahren haben die Galactic Cowboys bewiesen, dass es nur vier Menschen und ein paar Instrumente braucht, um eine tolle Platte zu erschaffen. Die vielleicht kurios anmutende Kombination aus harten Riffs die im Progressive Metal genauso zu Hause sind wie im Thrash Metal und dem Harmoniegesang der Beatles wirkt nach wie vor erfrischend.

Anspieltipps:

  • Internal Masquerade
  • Next Joke
  • Drama
  • Long Way Back To The Moon

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