Popa Chubby - Two Dogs - Cover
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Popa Chubby Two Dogs


  • Label: earMusic/EDEL
  • Laufzeit: 68 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
5/10 Leserwertung Stimme ab!

Nach drei starken Songs zu Beginn, baut der New Yorker im Laufe des Albums leider kräftig ab.

Beinahe jährlich versorgt Popa Chubby seine Fans mit neuem Material. Nach dem letztjährigen „The Catfish“ folgt in diesem Jahr „Two Dogs“. Ununterbrochen unterwegs ist Ted Horowitz, wie der Gitarrist mit bürgerlichem Namen heißt, sowieso, trotzdem ist eine neue Platte immer ein schöner Grund wieder auf Tour zu gehen.

Der Opener „It’s Alright“ lässt das neue Album dann auch wirklich relevant erscheinen. Mit einem Grundsound der irgendwie an „Midnight Confessions“ der Grass Roots oder Urge Overkill, beide aus diversen Tarantino-Soundtracks bekannt, erinnert, eingängigem Chorus und knackigem Gitarrensolo weiß der New Yorker zu überzeugen. Dabei lässt er seinen Mitmusikern genügend Freiraum, sich zu entfalten, was das Hammond-Solo hier oder die schön in Szene gesetzten Bläser in der Soul-Nummer „Preexisting Conditions“ bezeugen. Dazwischen gibt es kanrzigen Bluesrock im Stile ZZ Tops in „Rescue Me“.

Danach hat Popa Chubby sein Pulver jedoch schon verschossen, denn leider ist nicht alles so überzeugend „Sam Lay’s Pistol“ hat leichte Latin-Anleihen leidet aber genauso wie der folgende Titelsong an einem irgendwie muffigen und kraftlosen Sound und einer langsam aber sicher aufkommenden Langeweile. Genauso das rockigere „Dirty Old Blues“, weclhes zwar kurz aufhorchen lässt, mit seinen fast sechs Minuten aber etwas zu lang geraten ist. Noch etwas länger ist die Ballade „Wound Up getting High“, allerdings zeigt sich das Schwergewicht hier von seiner gefühlvollen Seite und die stimmungsvollen violinartigen Solo-Einsprengsel sind sehr gelungen.

Im Instrumental „Chubby’s Boogie“ zeigt der 57-jährige wie schnell seine Finger noch sind und beschließt so ein durchschnittliches Bluesrock-Album. Dass die beiden Live-Bonustracks „Sympathy For The Devil“ und „Hallelujah“ nicht gerade vor Innovation strotzen und zudem lediglich in Bootleg-Qualität auf das Album gepresst wurden passt zum insgesamt eher schwachbrüstigen Sound auf „Two Dogs“, welcher den Hörgenuss doch deutlich schmälert.

Anspieltipps:

  • It’s Alright
  • Rescue Me
  • Preexisting Conditions

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