Yes - Topographic Drama: Live Across America - Cover
Große Ansicht

Yes Topographic Drama: Live Across America


  • Label: Rhino/WEA
  • Laufzeit: 137 Minuten
Artikel teilen:
7/10 Unsere Wertung Legende
6.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Noch vor den Feierlichkeiten zum 50. Jubiläum im kommenden Jahr, legen Yes ein Live-Album vor, mit dem sie tief in ihre Geschichte zurückreisen.

Die britische Prog-Rock-Band Yes feiert im nächsten Jahr ihr 50. Jubiläum. Dazu wird sie unter dem Banner „#Yes50“ auf eine 13 Stationen umfassende Tournee durch Europa gehen und das Beste aus ihren mehr als 50 Millionen Mal verkauften Alben präsentieren. Von eben jenen Werken gab es bereits in diesem Jahr eine umfangreiche Serie von Re-Releases auf Super Audio Compact Discs, die eine höhere Auflösung des Audiosignals ermöglichen und etwas für Klangfetischisten sind. Doch auch für das 08/15-Gehör haben Yes in diesem Jahr noch etwas in petto.

Mit dem Live-Album „Topographic Drama“ stellen Yes einen Zusammenschnitt ihrer 2016er Tournee vor. Damals spielte die Band auf ihren Konzerten das komplette „Drama“-Album aus dem Jahr 1980 sowie die LP-Seiten 1 und 4 des 1973er Epos „Tales From Topographic Oceans“. Eine Menge Holz, das auf Dreifach-Vinyl und Doppel-CD vorgelegt wird. Als Grundlage dienen die besten Performances der 28 Shows umfassenden Tour, die aus einem Dutzend Auftritten ausgewählt wurden. Dabei wurde die Reihenfolge der Live-Setlist beibehalten, um einen so authentisch wie möglich wirkenden Konzertmitschnitt zu reproduzieren.

Bild

Zu hören ist das aktuelle Line-up, bestehend aus Gitarrist Steve Howe, Drummer Alan White, Keyboarder Geoff Davis, Bassist Billy Sherwood, Sänger Jon Davison und dem zusätzlichen Tour-Drummer Jay Schellen. Das Sextett spielt sich weit über zwei Stunden durch ausschweifendes Liedgut wie „Machine messiah“, „Into the lens“, „And you and I“, „Heart of the sunrise“ oder auch „Starship trooper“ – einem Fan-Favoriten, der vom 1971er „The Yes Album“ stammt und genau wie „Roundabout“ vom „Fragile“-Album (11/1971) in die Setlist eingebaut wurde.

Der Klang der zusammengewürfelten Aufnahmen ist vor allem zu Beginn relativ stumpf bzw. rau und so, wie er von Bassist Billy Sherwood (52) abgemischt wurde, dem Digital-Zeitalter nicht wirklich angepasst. Das unterstreicht zwar das Flair der frühen 70er Jahre, aber selbst aus Sicht von Analog-Fans wäre hier mehr drin gewesen, wobei die Klangqualität von Song zu Song schwankend ist und selbstverständlich auch gute Momente hat. Rein musikalisch ist den Herren von Yes dagegen nichts vorzuwerfen. Sie proggen sich inbrünstig durch das uralte Material und zaubern den Fans damit ein Lächeln ins Gesicht.

Anspieltipps:

  • White car
  • Leaves of green
  • Heart of the sunrise
  • Run through the light
  • The revealing science of god
Neue Kritiken im Genre „Prog-Rock“
5/10

Monkey Business
  • 2018    
7/10

50th Anniversary: Live At The Apollo
  • 2018    
Diskutiere über „Yes“
comments powered by Disqus