Shakra - Snakes & Ladders - Cover
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Shakra Snakes & Ladders


  • Label: AFM Records
  • Laufzeit: 50 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
5.6/10 Leserwertung Stimme ab!

Eine solche Platte würde man sich mal wieder von Gotthard wünschen. Mehr Rock, weniger Balladen.

Erst im letzten Jahr erschien mit „High Noon“ das letzte Album von Shakra, das gleichzeitig die Rückkehr von Sänger Mark Fox markierte. In ihrem Heimatland, der Schweiz, sind Top-Platzierungen in den Album-Charts Standard, hier in Deutschland, können die Hardrocker mit ihren Eidgenossen von Gotthard noch nicht ganz mithalten. Während sich diese aber immer mehr in austauschbaren Balladen verlieren, gehen Shakra etwas härter zur Sache. Nun erscheint mit „Snakes & Ladders“ das elfte Studioalbum.

Mit „Cassandra’s Curse“ eröffnet ein Midtemporocker, der irgendwo zwischen Deep Purple zur „Perfect Strangers“-Phase, den frühen Gotthard und einer leichten metallischen Note anzusiedeln ist. Das folgende „Friday Nightmare“ geht dann etwas flotter zur Sache und bietet eine gute Saitenarbeit von Leadgitarrist Thomas Blunier, bevor ausgerechnet im Titelsong die aufgeblasenen Chöre um Fox‘ rauchige Stimme etwas zu nerven beginnen. Ganz ohne ruhigere Töne geht es dann aber auch bei Shakra nicht. Die Semiballade „Something You Don’t Understand“ wirkt allerdings aufgrund des eher flotten Tempos ziemlich Eigenständigkeit.

Anschließend verschreiben sich die Schweizer wieder dem Hardrock. Mal etwas bluesbasiert („Rollin‘“), groovend („Medicine Man“) oder treibend („I Will Rise Again“), modern anmutend („The Race Of My Life“) oder überraschend heavy („Fire In My Veins“) ist für jeden etwas dabei. Auf eingängige Refrains wird natürlich bei keiner dieser Varianten verzichtet, wobei man gerade hier mal für noch etwas mehr Ecken und Kanten hätte sorgen können.

Trotzdem liefern Shakra mit „Snakes & Ladders“ ein Album ab, das man sich von Gotthard seit einigen Jahren wünscht. Knackiger Hardrock, dazu zwei, drei Semiballaden, nicht andersrum. Der größte Kritikpunkt sind die etwas zu geschliffenen Refrains und die dazugehörigen, etwas aufgeblasenen Chöre, die wohl verschleiern sollen, dass Fox Stimme für langanhaltende Töne nicht perfekt geeignet ist.

Anspieltipps:

  • Friday Nightmare
  • Something You Don’t Understand
  • Rollin’
  • Fire In My Veins

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