Morbid Angel - Kingdoms Disdained - Cover
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Morbid Angel Kingdoms Disdained


  • Label: Silver Lining/WEA
  • Laufzeit: 48 Minuten
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4/10 Unsere Wertung Legende
1.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Mit Ergüssen wie diesem ruinieren sich die Mannen um Trey Azagthoth ihren ehemals guten Namen.

Morbid Angel aus dem sonnigen Florida gehören mit dem Gründungsjahr 1984 zu den Urvätern des Death Metal. So richtig ins Laufen kam die Karriere der Amerikaner erst Ende der 80er, Anfang der 90er Jahre. Zwischen 1989 und 1998 veröffentlichten die Death-Metaller in regelmäßigen Abständen neue Longplayer, die künstlerisch und kommerziell gut angenommen wurden. Danach wurde es aus verschiedenen Gründen etwas schwierig für die Band, die zwischen ihren letzten beiden Alben „Heretic“ (09/2003) und „Illud Divinum Insanus“ (06/2011) acht Jahre verstreichen ließ und auch ihr neuestes Langeisen, „Kingdoms Disdained“, erst jetzt, nach einer weiteren langen Plattenpause, vorlegt.

Aufgenommen wurde „Kingdoms Disdained“ zusammen mit dem Produzenten Erik Rutan (Cannibal Corpse, Hate Eternal, Six Feet Under) in den heimischen Company Man Studios in St. Petersburg, Florida, in der Besetzung Steve Tucker (Gesang, Bass), Trey Azagthoth (Gitarre) und Scotty Fuller (Drums, Percussion). Gemeinsam ging die Crew ans Werk, um einen mehr oder weniger authentischen Old-School-Sound im Hier und Jetzt zu platzieren, mit dem sowohl ihre alte, als auch eine jüngere Fan-Generation angelockt werden soll.

Während wir den Sound als einigermaßen gut geglückt durchwinken können, verhält es sich mit dem Songwriting leider etwas anders. Morbid Angel waten durch einen Sumpf aus stumpfen Riffs, mechanisch knatternden Drums und 08/15-Growls, die sich in jedem Song zu wiederholen scheinen. Dies könnte durchaus als Konzept durchgehen, wenn das Ergebnis nicht so eintönig und damit nicht so langweilig ausgefallen wäre. Die Genre-übliche Brutalität und Auf-die-Fresse-Songs sucht der Hörer deshalb leider vergebens.

Mit „Kingdoms Disdained“ können Morbid Angel zu keiner Zeit überzeugen. Dazu ist die Vorstellung des US-Trios zu emotionslos und frei von mitreißenden Momenten. Die Band kloppt ihren Stiefel von der ersten bis zur letzten Minute stoisch und konsequent runter und lässt den Hörer dabei am ausgestreckten Arm verhungern. Wirklich schade. Denn mit Ergüssen wie diesem und dem schon sehr mageren Vorgänger „Illud Divinum Insanus“ ruinieren sich die Mannen um Trey Azagthoth ihren ehemals guten Namen.

Anspieltipps:

  • For no master
  • The fall of idols
  • Piles of little arms
  • The pillars crumbling
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