Tom Chaplin - Twelve Tales Of Christmas - Cover
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Tom Chaplin Twelve Tales Of Christmas


  • Label: Island/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 43 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
7/10 Leserwertung Stimme ab!

Der Keane-Sänger mit seinem zweiten Soloalbum, das ungewöhnlicherweise eine Weihnachtsplatte geworden ist.

Tom Chaplin (38) ist Sänger der britischen Pop-Band Keane, die bis dato vier Studioalben auf den Markt gebracht hat (2004-2012), die jeweils den ersten Platz der UK-Charts erklimmen konnten. Das letzte Keane-Werk „Strangeland“ (05/2012) hat allerdings inzwischen mehr als fünf Jahre auf dem Buckel, weil sich die Band darauf verständigt hat, Keane bis auf weiteres ruhenzulassen. Diese Pause hat Tom Chaplin genutzt, um im vergangenen Jahr sein Solodebüt „The Wave“ (10/2016) zu veröffentlichen, das er mit einer ausgiebigen Tournee promotete.

Auch danach war Tom Chaplin nicht untätig. Er schrieb an neuen Songs, die er für das jetzt vorgelegte Weihnachtsalbum „Twelve Tales Of Christmas“ verwendet hat. Dieses spielte er zusammen mit dem Produzenten David Kosten (Bat For Lashes, Everything Everything, Marina & The Diamonds) in London ein. Darüber hinaus coverte Chaplin vier Songs, die er mit seinen ganz persönlichen Erinnerungen an die Weihnachtszeit in Verbindung bringt. Die Inspirationsquellen sind dabei genauso ungewöhnlich, wie die selbstauferlegte Maßgabe, nicht ins Kitschfach abzudriften. Weihnachten ohne Kitsch? Das geht doch fast gar nicht!

Die Wahl der Coverversionen fiel auf die Songs „Walking in the air“ (George Winston) aus dem Jahr 1994, „River“ (Joni Mitchell) aus dem Jahr 1971, „2000 miles“ (Pretenders) aus dem Jahr 1984 sowie „Stay another day“ (East 17) aus dem Jahr 1994. Eine bunte Mischung, die Chaplins konzeptionelle Herangehensweise an das Album unterstreicht. Denn der Brite erzeugt mit eigenen Stücken wie „Walking in the air“, „Midnight mass“ oder auch „Under a million lights“ eine besinnliche Stimmung, ohne die typischen Weihnachtsklassiker herunter zu nudeln.

Auch wenn dabei nicht jedes Stück zu 100% gelungen ist („Stay another day“ etwa ist dann doch too much Drama), stellt dies einen wesentlich kreativeren Umgang mit dem Thema Weihnachten dar, als dem Hörer zum x-ten Mal mit „Rudolph, the red-nosed reindeer“ und Glöckchengebimmel auf die Nerven zu gehen.

Anspieltipps:

  • London lights
  • Midnight mass
  • Follow my heart
  • Walking in the air
  • Another lonely christmas
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