Beans On Toast - Cushty - Cover
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Beans On Toast Cushty


  • Label: Xtra Mile Recordings
  • Laufzeit: 49 Minuten
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4.5/10 Unsere Wertung Legende
3.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Mit wohlig klingenden Tönen langweilt Beans On Toast durch 49 Minuten Spielzeit.

Als „English drunk folk singer“ bezeichnet sich Jay McAllister aka Beans On Toast selbst und auf seinen bisherigen Alben zeigte er, dass ihn das ziemlich gut zusammenfasst. Musik, die in keinem Irish Pub der Welt fehlt am Platz wäre, dazu Texte, die er direkt aus Gesprächen, die er an der Bar aufgeschnappt hat, zu entwickeln scheint. An und für sich keine schlechten Voraussetzungen, doch wie schon die Cover der ersten acht Alben zeigen, gibt es nicht viel Abwechslung. Mit „Cushty“, was so viel wie brillant oder großartig meint, erscheint nun das neunte Album des Engländers.

Mit dem sechsminütigen Opener „Open Door Policy“ zeichnet McAllister eine Welt kurz vor dem Untergang unterjocht von Computern, Fake News und Internet. Über eine ruhige Folk-Nummer singt er Zeilen wie „The world is dying, shit is getting serious“ oder „I believe what my computer wants me to believe“. „Taylor Swift“ handelt von einem typischen Bargespräch und der Frage mit welchem Promi man gerne mal einen trinken würde. Offensichtlich mit ziemlich vielen. „The Ignorant Englishman“ handelt von Tourneen durch Deutschland, kann zumindest teilweise als Spoken-Word-Track durchgehen und hat mit „Entschuldigung“ sogar ein deutsches Wort im Text.

Musikalisch hat man „Cushty“ schnell zusammenfasst. Ausnahmslos folkige Wohlfühlnummern, mal mit Gitarren, mal mit Piano im Vordergrund. Als Begleitinstrumente bieten sich natürlich die Geige oder die Ziehharmonika an. Über immerhin stolze 49 Minuten wirkt das allerdings sehr ermüdend. Genauso wie die Stimme von McAllister. Etwas versoffen, was immerhin zur Selbstbeschreibung passt, aber leider in einer Tonlage die mit jeder weiteren Minute nerviger wird, vor allem wenn wieder eine der vielen gesprochenen Passagen kommt. Auch textlich ist das alles nicht wirklich überragend. Den guten Ansätzen fehlt leider der letzte Twist oder auflösende, ironische Gag. So wirkt das meiste eher platt und nicht durchdacht.

Fans von Beans On Toast werden mit „Cushty“ wahrscheinlich wieder ihre Freude haben, unterscheidet sich das neue Album nicht wirklich von vorherigen Veröffentlichungen. Der letzte Biss in den Texten und die zu eintönige Musik sollten Folk-Fans dann aber doch eher abschrecken. Natürlich klingt die Musik wohlig und gefällig, über die gesamte Laufzeit aber auch langweilig.

Anspieltipps:

  • Open Door Policy
  • Taylor Swift

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