Whitesnake - The Purple Tour - Cover
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Whitesnake The Purple Tour


  • Label: Parlophone/WEA
  • Laufzeit: 74 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
6.7/10 Leserwertung Stimme ab!

Die immergleiche Setlist, garniert mit ein paar Deep-Purple-Songs.

Seit der Reinkarnation von Whitesnake im Jahre 2002 hat David Coverdale unzählige Mitmusiker verschließen. Kurz vor Bekanntgabe des „Purple Album“, einem Coveralbum mit Songs aus Coverdales Zeit bei Deep Purple, strich auch der langjährige Gitarrist Doug Aldrich die Segel, womit nur noch Reb Beach ohne Unterbrechung seit dieser Zeit dabei ist. In diesen Jahren stehen neben zwei, zugegebenermaßen wirklich guten, Studioalben, ganze sechs Live-Veröffentlichungen zu Buche und man wird das Gefühl nicht los, als wollte Coverdale jeder Besetzung ein eigenes Live-Album zuordnen.

Natürlich waren unter den Veröffentlichungen der letzten Jahre auch solche mit historischem Charakter, aber die stets immer wieder gespielten Klassiker in zig Versionen zu veröffentlichen ist dann schon etwas dreist. „Love Ain’t No Stranger“, „Here I Go Again“, „Still Of The Night“, „Is This Love“ oder „Ain’t No Love In The Heart Of The City“ sind allesamt Klassiker, die diesen Titel auch verdienen. Trotzdem muss Coverdale aufpassen, dass man dieser nicht überdrüssig wird, denn wirklich neues kann man auf „The Purple Tour“ bei diesen Songs nicht erkennen.

Man muss dem mittlerweile 65-Jährigen aber zugutehalten, dass auch immer wieder Songs vom aktuellen Album den Weg in die Setlist finden und dass dieses Mal auf jegliche Soloeskapaden verzichtet wurde, die sonst gerne mal eine halbe CD blockierten, aber wenig Interessantes zu bieten hatten. Nur mit den neuen Songs ist es auf „The Purple Tour“ so eine Sache. „Burn“ gibt es schon in diversen Live-Varianten, gerade von Whitesnake. Hinzu kommt, dass sich die Gitarristen Beach und Hoekstra mit ihrem Highspeed-Gefrickel nicht gerade mit Ruhm bekleckern. Im Original geht Ritchie Blackmore schon mit ordentlichem Tempo zur Sache, allerdings stets melodiebewusst.

Mit „The Gypsy“, „You Fool No One“ und „Mistreated“ finden sich dann aber doch noch zweieinhalb Songs, die man bisher noch nicht auf einem Whitesnake-Live-Tonträger finden konnte (die Version von „Mistreated“ auf „Live At Hammersmith“ mal außen vor gelassen). Der fette Breitwandsound bekommt nicht jedem Song („You Fool No One“), aber insgesamt kann man am Sound nicht meckern und auch spielerisch macht die Band einen guten Eindruck. Der Spirit der Originalaufnahmen bzw. Live-Versionen, die es mittlerweile ja wie Sand am Meer gibt wird allerdings mit keiner Sekunde erreicht. Dieses Live-Album ist wirklich nur was für Hardcore-Fans, der Rest wartet lieber auf das angekündigte neue Studio-Album.

Anspieltipps:

  • The Gypsy
  • Soldier Of Fortune
  • Fool For Your Loving

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