Kid Rock - Sweet Southern Sugar - Cover
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Kid Rock Sweet Southern Sugar


  • Label: BMG Rights Management
  • Laufzeit: 43 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
6.6/10 Leserwertung Stimme ab!

Kid Rock rappt wieder. Naja, zumindest ein, zwei Mal. Trotzdem ist „Sweet Southern Sugar“ stärker als seine Vorgänger.

Die Gerüchte wonach sich Kid Rock für eine Kandidatur für einen Senatssitz bewerben wollte, erwiesen sich mittlerweile als ausgeklügelter Promo-Plan, denn nun erscheint mit „Sweet Southern Sugar“ das mittlerweile elfte reguläre Studioalbum des Amerikaners. Nachdem Alben wie „Rebel Soul“ und „Born Free“ nur teilweise überzeugen konnten und zu viel Füllmaterial enthielten, die letzte Scheibe „First Kiss“ dann gar komplett enttäuschte, kündigt Kid Rock im Opener großspurig die „Greatest Show On Earth“ an.

Unter diesem Motto geht es im nächsten Jahr dann auch auf Tour und wirklich, der Song lässt aufhorchen. Ein strammer Hardrocker mit der nötigen Aggressivität und Heavyness, sowie der latent arroganten Art des 46-jährigen, der in einem straighten Groove schwere Southern-Rock-Riffs einbettet. Das hätte man so nicht erwartet. Das folgende „Po-Dunk“ geht dann wieder etwas ruhiger zur Sache. Mit bluesigen Riffs aus den Tiefen des Mississippi, dominanten Gitarren und zumindest dem Andeuten des Rappens kann auch dieser Song überzeugen. Die Black Crowes scheinen in „Tennessee Mountain Hop“ durch und mit den Keyboardeinsprengseln und der eingängigen Hook schielt Kid Rock mit „I Wonder“ deutlich in Richtung Radio.

Die Mitte des Albums gehört dann der Country-Musik. Allerdings ist hier einzig „Back To The Otherside“ mit wirklichen Rap-Einlagen, als lässiger Sommerhit, erwähnenswert. Im letzten Drittel des Albums gibt Robert James Richie dann aber nochmal Gas. Mit hitverdächtigem Heartlandrock ganz nach seinem großen Vorbild Bob Seger („Stand The Pain“) oder im wieder aggressiveren Rausschmeißer „Grandpa’s Jam“, der die Lücke zu seinen früheren Werken schließt und dem Test ob die Rap-Skills noch vorhanden sind. Nicht mehr ganz so unverblümt und wütend wie früher, dafür musikalisch durchdachter.

Nach den letzten Alben gelingt Kid Rock mit „Sweet Southern Sugar“ wieder ein Schritt in die richtige Richtung. Ein überraschend starker Opener, zwei, drei Hitverdächtige Nummern und sogar etwas Rap. Manches, beispielsweise die Country-Nummern in der Mitte des Albums, wirken wie am Reißbrett entworfen und schmälern den Gesamteindruck dann doch etwas. Trotzdem kann man mit der Platte seinen Spaß haben.

Anspieltipps:

  • Greatest Show On Earth
  • Po-Dunk
  • Back To The Otherside
  • Stand The Pain

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