Magnum - Lost On The Road To Eternity - Cover
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Magnum Lost On The Road To Eternity


  • Label: Steamhammer/SPV
  • Laufzeit: 67 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
6.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Je länger das Album läuft, desto ausgeprägter wird die Spielfreude der Band.

Trotz 46 Jahren im Musikbusiness haben es Magnum in ihrer jüngeren Bandgeschichte immer wieder geschafft relevante und hochwertige Alben zu veröffentlichen. In regelmäßigen Zwei-Jahres-Abständen gibt es eine neue Platte der Engländer. Dem letzten, soliden Album „Sacred Blood „Divine“ Lies“ fehlte etwas Biss und bevor die Herren Catley und Clarkin an ihr neues Werk gehen konnten, mussten sie noch zwei Wechsel im Bandkarussell hinnehmen. Der langjährige Keyboarder Mark Stanway verließ die band mitten auf Tour, kurz darauf folgte ihm Drummer Harry James, der sich künftig voll und ganz auf seine Stammband Thunder konzentrieren möchte. An ihre Stelle rücken Rick Benton (Keys) und Lee Morris (Schlagzeug).

Trotz dieser im Magnum-Kosmos vergleichsweise aufregenden Zeit macht der Opener „Peaches And Cream“ direkt klar, dass die wichtigsten Konstanten der Band Gitarrist Tony Clarkin und Frontmann Bob Catley sind. So beginnt das neue Album „Lost On The Road To Eternity“ mit einem klassischen Magnum Song, der mit teilweise zuckersüßen Keyboardpassagen, aber auch Deep Purple-lastigen Hammond-Sounds und einer gewohnt erstklassigen Gitarrenarbeit aufwartet. Trotz dessen und der guten, klaren Produktion wirkt der mittelschnelle Song etwas angestaubt. Ähnlich verhält es sich mit „Show Me Your Hands“, das zwar etwas schneller zur Sache geht, aber dieselben Ingredienzien enthält.

Interessanter und packender gerät da schon das achtminütige „Welcome To The Cosmic Cabaret“. Hier tummeln sich balladeske Töne, treibende Parts, Classic Rock-Riffs, ausgeklügelte Soli und leicht psychedelische Elemente, die abwechslungsreich miteinander verwebt sind und zeigen, dass sich Bob Catleys Stimme in solchen epischen Songs am wohlsten fühlt. Drummer Morris hält den Laden mit seinem prägnanten Spiel zusammen und jedem Instrument wird genügend Luft zum Atmen gelassen. Im ebenso treibenden wie pathetischen Titelsong gibt sich Edelfan Tobias Sammet (Edguy, Avantasia) die Ehre, „Without Love“ überrascht dann mit groovigem Einstieg samt Pop-Appeal der etwas an Queen erinnert, um dann in eine kräftige Powerballade überzugehen. Es scheint als hätte sich die Band endlich warmgespielt, denn auch die folgenden rockigen „Tell Me What You’ve Got To Say“ und „Ya Wanna Be Somebody“ strotzen vor Spielfreude.

Man sollte mit „Lost On The Road To Eternity“ etwas Geduld haben. Klingt der Beginn noch etwas angestaubt, macht gerade der Mittelteil der Platte ordentlich was her und dürfte keinen Fan enttäuschen. Insgesamt fehlt etwas, um an die Klasse von Alben wie „Escape From The Shadow Garden“ anzuknüpfen, eine Steigerung zum Vorgänger ist hier aber auf jeden Fall zu hören.

Anspieltipps:

  • Welcome To The Cosmic Cabaret
  • Without Love
  • Tell Me What You’ve Got To Say
  • Ya Wanna Be Somebody
  • King Of The World

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