Grant-Lee Phillips - Widdershins - Cover
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Grant-Lee Phillips Widdershins


  • Label: Yep Roc Records
  • Laufzeit: 38 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
6.4/10 Leserwertung Stimme ab!

„Widdershins“ ist ein gutes Album, das Grant-Lee Phillips hoffentlich endlich mehr Aufmerksamkeit generieren kann.

Bekannt geworden mit der Verschmelzung von Alternative Rock und Americana als Grant Lee Buffalo, entschied sich Leadsänger Grant-Lee Philllips Ende der 90er Jahre für eine Solokarriere. Hierzulande, wie auch in seiner Heimat, fristet der Amerikaner ähnlich wie seine Landsleute und Genrekollegen der Drive-By Truckers eher ein Nischendasein, was ihn allerdings nicht davon abhält in regelmäßigen Abständen ein neues Album auf den Markt zu werfen. Zwei Jahre nach „Narrows“ erscheint mit „Widdershins“ sein mittlerweile neuntes Soloalbum.

Mit „Walk In Circles“ eröffnet der Kalifornier das Album dann auch direkt standesgemäß. Straighter Heartland-Rock der als Hybrid aus der Eingängikeit eines John Mellencamp und der Widerborstigkeit der Drive-By Truckers daherkommt und direkt überzeugt. „Unruly Mobs“ würzt diese Mischung dann noch mit einer ordentlichen Prise Alternative Rock, was auch an Phillips Gesangsstil liegt, der zeitweise etwas an Eddie Vedder erinnert. Das coole „The Wilderness“ geht in eine ähnliche Richtung.

Die ruhigeren „King Of Catastrophes“ und „Totally You Gunslinger“ mit Tom-Petty-Referenzen oder „Something’s Gotta Give“, das rockige mit bittersüßen und bedrohlich klingenden Momenten vermischt, bringen genauso Abwechslung ins Spiel wie das New Wave-lastige „Scared Stiff“. „Another, Another, Then Boom“ verknüpft die Erzählweise Springsteens mit süßlichen Pearl Jam-Melodien, das melancholische „History Has Their Number“ und das aufwühlende „Great Acceleration“ wissen ebenso zu überzeugen.

Ein gutes Album hat Grant-Lee Phillips mit „Widdershins“ zustande gebracht und es wäre ihm zu wünschen, wenn er auch hierzulande mehr Aufmerksamkeit generieren könnte. Dafür sind seine Songs allerdings nicht eingängig genug. Man findet trotz aller schönen Klänge oder guten Hooklines immer noch einige Ecken und Kanten und das ist auch gut so. Abseits des Mainstreams versteht er es traditionelle Americana-Sounds mit moderneren Altenative-Rock Anleihen zu verbinden.

Anspieltipps:

  • Walk In Circles
  • The Wilderness
  • Another, Another, Then Boom
  • History Has Their Number
  • Great Acceleration

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