Imperial State Electric - Anywhere Loud - Cover
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Imperial State Electric Anywhere Loud


  • Label: Sound Pollution/Rough Trade
  • Laufzeit: 78 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
6.3/10 Leserwertung Stimme ab!

„Anywhere Loud“ ist eine Live-Platte für jede Party.

Nach dem Ende der Hellacopters 2008 suchte Gitarrist und Sänger Nicke Andersson ein neues Betätigungsfeld. Mit Dolph De Borst (The Datsuns), Tobias Egge und Tomas Eriksson gründete er kurz darauf Imperial State Electric, die der Musik in der Tradition der Hellacopters neues Leben einhauchten. Kiss treffen auf Thin Lizzy, die Ramones auf die Stones. Mit diesem Gemisch schaffen es Andersson und Co, alle ihre bisherigen fünf Studioalben hoch in den Albumcharts ihrer Heimat Schweden zu platzieren. Die Wiedervereinigung der Hellacopters bedeutet allerdings nicht das Ende des Quartetts, was das nun erscheinende Live-Album „Anywhere Loud“ zementieren soll.

Dieses klingt vor allem in den ersten drei Songs „It Ain’t What You Think (It’s What You Do)“, „Empire Of Fire“ und „Dejy Vu“ in puncto Sound und Gitarrenarbeit dermaßen nach „Alive I“ von Kiss, dass deutlich wird, wie sehr sich die Gitarristen Andersson und Egge von Ace Frehley respektive Produzent Eddie Kramer beeinflussen ließen. Das melodische, eingängige „All Though The Night“ gerät Dank Thin Lizzy-Reminiszenzen zum ersten richtigen Highlight, dem auch das folgende „Anywhere Loud“ in nichts nachsteht. Hier treffen die Ramones auf Bruce Springsteen, während „Break It Down“ überraschenden County-Rock der Eagles bietet.

Ansonsten gibt es natürlich Hardrock in Reinkultur. „Apologize“ erinnert an die Genrekollegen von Danko Jones, „Just Let Me Know“, „Faustian Bargains“ oder „Can’t Seem To Shake It Off“ verbinden melodiöse Momente von Thin Lizzy mit der Härte von UFO und der Intensität der frühen Kiss. „Down In The Bunker“ oder „Reptile Brain“ würzen das Ganze noch mit einer Prise Schnoddrigkeit der Ramones oder der Stones, „Redemption’s Gone“ lässt Ted Nugent durchblicken.

Ob man dieses Live-Album braucht, muss man selbst entscheiden. Spaß macht es allemal. Man hört der Band in jeder Sekunde an, dass sie genau diesen haben und zu 100 Prozent hinter dem stehen, was sie machen. Dass man zu jeder Sekunde hört, welche Poster früher in ihren Kinderzimmern die Wände geziert haben ist nicht weiter schlimm, denn Imperial State Electric gehen traditionsbewusst und respektvoll mit diesen Klassikern um, ohne jedoch in Ehrfurcht zu erstarren.

Anspieltipps:

  • All Through The Night
  • Anywhere Loud
  • Break It Down
  • Just Let Me Know

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