G-Eazy - The Beautiful & Damned - Cover
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G-Eazy The Beautiful & Damned


  • Label: RCA/Sony Music
  • Laufzeit: 74 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
6.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Eine gelungene Weiterentwicklung des kalifornischen Rappers auf zwei CDs mit 20 Tracks.

Zwei Jahre nach seinem offiziellen Zweitwerk „When It’s Dark Out“ (12/2015), das in den USA eine Platin-Auszeichnung erhielt und bis auf Platz fünf der Billboard Charts kam, veröffentlicht der kalifornische Rapper und Plattenproduzent Gerald Earl Gillum alias G-Eazy (28) mit „The Beautiful & Damned“ nun seinen neuen Longplayer, der sich äußerst ambitioniert mit 20 Tracks auf gleich zwei CDs erstreckt. Viel Futter für die Fans, die an der Kasse zeigen können, ob das am selben Tag veröffentlichte „Revival“-Album von Eminem (45) in den Charts verdrängt werden kann.

Grundsätzlich ausgeschlossen ist dies nicht, da sich das neue Eminem-Album als große Enttäuschung entpuppte, die Gelegenheitskäufer von einem Erwerb abhalten dürfte. Und dass, obwohl Eminem ein ganzes Rudel Superstars als Duett-Partner aufgeboten hat. Funktioniert hat es am Ende nicht. Bei G-Eazy liest sich die Gästeliste folglich eine Nummer kleiner, was über die Qualität freilich nichts zu sagen hat. Denn mit der Quasi-Vertonung des gleichnamigen Romans von F. Scott Fitzgerald aus seiner persönlichen Sicht, beweist G-Eazy Mut und den Hang zur großen Geste.

Zusammen mit seinen Kollaborateuren Halsey, Cardi B, A$AP Rocky, Kehlani, Jay Ant, E-40, Charlie Puth, Zoe Nash, Anna Of The North, Ugochi, SG Lewis, Lewis Mattrs und Madison Love entwickelt G-Eazy eine durchgängige Atmosphäre mit einer sich duellierenden Erzählung, die Gerald Earl Gillum im Konflikt mit seinem Alter Ego G-Eazy zeigt. Dazu schütteln der 28-Jährige und seine zahlreichen Produzenten sich ein paar feine Beats aus dem Ärmel, während die Songs im Gegensatz zu Eminem nie zu poppig klingen. Dass G-Eazy trotzdem ein Händchen für eingängige Tunes besitzt, zeigt er u.a. in den Duetten mit Halsey („Him & I“) und Kehlani („Crash & burn“).

Unterm Strich ergibt dies ein gelungenes Konzeptalbum, das trotz seiner Länge und der Vielzahl an Songs, die gewiss auch auf einen Silberling gepasst hätten, nie langweilt und auch ohne klassische Radio-Hitsingles auskommt. Damit gelingt G-Eazy eine deutliche Weiterentwicklung im Vergleich zum Vorgänger „When It’s Dark Out“ und vielleicht auch ein Sprung in die deutschen Charts, um die seine Alben bisher immer einen Bogen gemacht haben.

Anspieltipps:

  • Sober
  • Gotdamn
  • Him & I
  • No limit
  • Crash & burn
  • Summer in december
  • Mama always told me
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