Ady Suleiman - Memories - Cover
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Ady Suleiman Memories


  • Label: Pemba Records
  • Laufzeit: 54 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
5.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Ein Soul-Newcomer von der britischen Insel mit einem grundsoliden Debütalbum.

Nach Support-Slots für die britischen Soul-Stars Leon Bridges, Michael Kiwanuka und Lianne La Havas sowie einigen Single- und EP-Veröffentlichungen in den vergangenen drei Jahren, schickt sich der ebenfalls von der britischen Insel stammende Newcomer, allerdings mit Tansanischen Wurzeln, Ady Suleiman (25), nun an, mit „Memories“ seinen Debüt-Longplayer auf den Markt zu bringen. Ungewöhnlich ist, dass dies über Ady Suleimans eigenes Indie-Label Pemba Records erfolgt und dass der 25-Jährige produktionstechnisch durchaus prominente Hilfe u.a. von Cassel The Beat Maker (Natasha Bedingfield, Plan B, Garou), Eric Appapolay (Neneh Cherry, Craig David, Lionel Richie), Grades (Bastille, Dua Lipa, Little Boots) und Richard Archer (Hard-Fi) bekam.

Angelehnt an obige Produzenten- und Künstlernamen war im Vorfeld zu erwarten, dass Ady Suleiman auf „Memories“ einen stilistisch verwandten Sound schaffen würde, der Soul, R&B, Pop, Reggae, Jazz, Funk und HipHop beinhaltet. Grundsätzlich mag das stimmen, doch der Brite verzichtet auf seinem Debüt auf jeglichen Bombast und stellt in den Vordergrund, dass seine Songs zuallererst auf einer rein akustischen Grundlage aus Stimme und Gitarre funktionieren. Darauf aufbauend erhielten die zehn Tracks entsprechende Toppings aus Streichern („If I die“), Bläsern („I remember“), Beats („Serious“), Grooves („Say so“) und auch mal einer verirrten E-Gitarre („Memories“).

Dabei ging Ady Suleiman nicht mit der Radikalität und Experimentierfreude eines Jazz-Musiker vor, auch wenn er hier und da schon mal einen Rhythmus leicht verschachtelt („Make sense“). Am Ende standen ein Sound und eine Atmosphäre im Fokus, die dem Hörer einen schnellen Zugang zum Suleiman-Kosmos verschaffen, auch auf die Gefahr hin, dass „Memories“ kaum nennenswerte Haken und Ösen besitzt und aus diesem Grund nicht viel hängenbleibt, außer dass die Gesangsperformance von Ady Suleiman latent an eine Mischung aus Seal, Terence Trent D´arby, Prince und D´Angelo erinnert.

Anspieltipps:

  • So lost
  • Serious
  • Memories
  • Loving arms
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