My Indigo - My Indigo - Cover
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My Indigo My Indigo


  • Label: BMG Rights Management
  • Laufzeit: 39 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
8.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Within-Temptation-Sängerin Sharon den Adel wagt einen Ausflug in den Pop. Ohne Bruchlandung, aber im Tarnmodus gelingt ihr schadloser Jungfernflug.

In jeden dritten Song ist Rihanna zu hören und überhaupt scheinen Hörer alles im Radio bereits zu kennen. Zu ähnlich sind die Lieder sich stilistisch und inhaltlich, um den Mainstream-Strom zu durchbrechen. Damit die Radiosender ein paar Künstler mehr zur Verfügung haben, gibt es Künstler wie My Indigo. Die sch hinter diesem Namen verbergende Sharon den Adel von Within Temptation gehört zu den Musikern, die den aktuellen Pop bis aufs Haar kopieren. In der Regel gehen diese Musiker außerhalb ihrer Heimat unter und sind nicht mehr als schmückendes Beiwerk. My Indigo wird es mit ihrem gleichnamigen Album wohl ähnlich ergehen.

Wer Eigenständigkeit sucht, sucht auf „My Indigo“ vergebens. Mit einer Prise Madonna im Blut scheint den Adel den Pop-Markt der letzten Jahre analysiert zu haben und bringt einen Nachahmer nach dem nächsten heraus. „My Indigo“ und „Crash And Burn“ klingen wie diverse Vorbilder, ohne an die ganz großen Superhits zu erinnern. Diese Art von Musik reiht sich ein, bleibt aber nicht bestehen. Glücklicherweise bedeutet das auch, dass stilistische Fehlgriffe wie „Indian Summer“ mit Pseudo-Folklore nicht hängen bleiben.

Spätestens mit der nächsten Ballade „Out Of Darkness“ unterstreicht My Indigo die Harmlosigkeit der eigenen Musik. Fürs Frühstück und das berüchtigte Hören mit einem Ohr ist Musik wie in „Star Crossed Lovers“ genau richtig. Ohne Tiefgang, aber mit gefälliger Melodie unterhält die Musik sich selbst. Bekanntermaßen ist seichte Unterhaltung gefragt und so lässt sich My Indigo zumindest nicht vorwerfen, dass das Album auf taube Ohren stoßen wird.

Auch gefällige Musik kann Ohrwürmer erzeugen, aber genau daran fehlt es „My Indigo“. Selbst Verfechter der Niederländerin werden gestehen, dass dem Album herausragende Nummern fehlen und die Musik für braves Mittelmaß steht. Zwar findet sich auf dem Album keine gähnende Langeweile, aber eine Leere hinter den Arrangements lässt sich ausmachen und die Frage bleibt bestehen, wen genau diese Musik berühren soll.

Anspieltipps:

  • Star Crossed Lovers
  • Out Of Darkness
  • Crash And Burn

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