Brian Fallon - Sleepwalkers - Cover
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Brian Fallon Sleepwalkers


  • Label: Island/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 50 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
4.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Brian Fallon scheinen die Ideen auszugehen. Da kommt die Reunion von The Gaslight Anthem gerade recht.

Gerade erst hat seine Hauptband The Gaslight Anthem verkündet, im Sommer einige Konzerte zu spielen, da kommt Brian Fallon auch mit einem neuen Soloalbum um die Ecke. Knapp zwei Jahre nach „Painkillers“ entstand „Sleepwalkers“ in New Orleans mit Produzent Ted Hutt, der neben den Erfolgsalben „The ‘59 Sound“ und „American Slang“ von Gaslight Anthem, auch mit Bands und Künstlern wie Flogging Molly, Chuck Ragan oder den Dropkick Murphys zusammengearbeitet hat.

„If Your Prayers Don’t Get To Heaven“ eröffnet das Album dann mit einer ungewohnt souligen Komponente, die musikalisch klar an The Jam erinnert. Trotz feiner melancholischer Note ist der Opener eine Gute-Laune-Nummer die äußerst erfrischend wirkt. Die Handclaps im Intro zu „Forget Me Not“ wirken dann zwar etwas cheesy, anschließend wird aber in bester British Invasion-Manier gerockt. Zumindest bis zum eher austauschbaren Refrain, der den schwachen Text besiegelt. Die Liebesgeschichte wirkt mit Namen, popkulturellen Referenzen („Death Wish“, „Here Comes The Sun“) und Zeilen wie „put your black dress on playing melancholy songs“ zu konstruiert und erzwungen. Das hat man von Fallon schon besser gehört. Unter ähnlichen Problemen leidet „Her Majesty’s Service“.

Auch der Text im ruhigeren, aber leider auch dahinplätschernden „Etta James“ gerät doch sehr bedeutungsschwanger und mitleiderregend. „And for most of my sad life I figured I was gonna die alone til finally, finally, my love is in my arms“ liest sich genauso kitschig wie es klingt. Leider ist auch musikalisch nicht viel zwingendes zu finden. „Proof Of Life“ und „Little Nightmares“ sind ganz nett, aber direkt wieder in Vergessenheit geraten. Das poppige „Come Wander With Me“ ebenso. Erst mit dem Titelsong gibt es mit stilvoll eingesetzten Bläsern mal wieder eine Überraschung oder wenn Fallon, wie in „Neptune“ die Soulelemente des Openers wieder aufgreift.

So wird „Sleepwalkers“ zwar mitnichten ein Ärgernis, die Erwartungshaltung und der eigene Anspruch sollten aber deutlich über einem „ganz nett“ angesiedelt sein. Momentan scheint Brian Fallon einfach nicht genug Geschichten zu haben. Da kommt die Wiedervereinigung mit The Gaslight Anthem gerade recht.

Anspieltipps:

  • If Your Prayers Don’t Get To Heaven
  • Sleepwalkers
  • Neptune

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