The Dead Daisies - Burn It Down - Cover
Große Ansicht

The Dead Daisies Burn It Down


  • Label: Spitfire Music/SPV
  • Laufzeit: 41 Minuten
Artikel teilen:
7/10 Unsere Wertung Legende
6.8/10 Leserwertung Stimme ab!

„Burn It Down“ braucht etwas Zeit, bevor die Band Fahrt aufnimmt. Dann sind die Dead Daisies aber richtig in ihrem Element.

Dachte man auf ihrem letzten Studioalbum „Make Some Noise“ hätten die Dead Daisies endlich ihre Idealbesetzung gefunden, geht das Besetzungskarussell auf ihrem neuen Album „Burn It Down“ munter weiter. Schlagzeug-Tausendsassa Brian Tichy hat die Band verlassen, um eines seiner vielen anderen Projekte anzuschieben, ein ähnlicher Grund führte schon zu seinem Ausstieg bei Whitesnake, ohne nennenswerten Erfolg. Hinter der Schießbude sitzt nun Deen Castronovo (Ex-Journey), der durch Gewalteskapaden in der jüngeren Vergangenheit nicht gerade zu einem Sympathieträger avanciert ist.

Dass er allerdings ein guter Sänger ist, merkt man der von Marti Frederiksen produzierten Platte an. Die Background-Chöre, die sich durch das ganze Album ziehen, klingen besser arrangiert und abwechslungsreicher als auf früheren Alben. Musikalisch entfernt sich die Band nicht allzu sehr vom stampfenden, klassisch angehauchten Hardrock des Vorgängers. „Resurrected“ und „Rise Up“ zeigen allerdings einen deutlich angezogenen Härtegrad. Frontmann John Corabi gelingt es aber noch nicht den Hörer mit gut ausgefeilten Hooks in seinen Bann zu ziehen, stimmlich wirkt er teilweise etwas kraftlos. Solide bis hierher.

Im Titelsong holt Doug Aldrich dann endlich ein paar lässige bluesgetränkte Riffs aus der Schublade, bevor es mit stampfendem Southern Rock weitergeht. Ähnlich groovig wird es im Refrain der Semiballade „Judgement Day“, in der die Band zeigt, wie man eine ruhige Strophe mit einem Heavy-Refrain kombiniert, der zudem noch eingängig ist. „What Goes Around“ ist mit einem harten Seventies-Riff ausgestattet, Aldrich zeigt im Solo mal so richtig wo der Hammer hängt, das rock’n’rollige „Bitch“ könnte auch von Slash stammen und die Ballade „Set Me Free“ erinnert an Lynyrd Skynyrd.

Auch im hinteren Drittel kann die Band überzeugen. „Dead And Gone“ und „Leave Me Alone“ beispielsweise wirken wie auf Corabi zugeschnitten und verbinden Tradition mit Moderne des Hardrock. Der unbändige Groove den die Band hier schon im Studio fabriziert hat, lässt schon auf die angekündigte Tour hoffen. Nach einem nur soliden Start mausert sich „Burn It Down“ dann im weiteren Verlauf, doch noch zum ebenbürtigen Nachfolger von „Make Some Noise“.

Anspieltipps:

  • Burn It Down
  • Judgement Day
  • What Goes Around
  • Dead And Gone
  • Leave Me Alone

Neue Kritiken im Genre „Hardrock“
6.5/10

For The Love Of Metal
  • 2018    
Diskutiere über „The Dead Daisies“
comments powered by Disqus