Crematory - Oblivion - Cover
Große Ansicht

Crematory Oblivion


  • Label: Steamhammer/SPV
  • Laufzeit: 54 Minuten
Artikel teilen:
5/10 Unsere Wertung Legende
4.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Die gute Nachricht in Sachen „Oblivion“ ist: Die CD-Käufer werden mit einem 10 Euro Einkaufsgutschein für den Crematory-Fanshop belohnt.

Schon im Umfeld des „Monument“-Albums (04/2016) haben sich die rheinland-pfälzischen Gothic-Metaller von Crematory mit Rolf Munkes (Gitarre), Tosse Basler (Gitarre) und Jason Mathias (Bass) neu aufgestellt gehabt, um frischen Schwung in die seit mehr als 25 Jahren aktive Gruppe hineinzubekommen, die von Felix Stass (Gesang), Katrin Jüllich (Keyboards) sowie Mastermind und Band-Gründer Markus Jüllich (Schlagzeug, Kompositionen, Texte) komplettiert wird.

Auf diesen Schritt baut nun auch das neue Werk „Oblivion“ auf, für das sich Creamtory etwas Besonderes haben einfallen lassen. Denn neben Produzent und Toningenieur Kristian „Kohle“ Bonifer-Kohlmannslehner (Powerwolf, All Will Know, Hämatom, Eskimo Callboy, Lacrimas Profundere, Witt), holte sich das Sextett mit Stefan Glass, Dirk Riegner und Walter Stobbe auch noch ein paar zusätzliche kreative Hilfskräfte ins Boot, die Crematory mit ihren Impulsen in eine moderne und zeitgemäße Richtung lenken sollten.

Bild

Was das heißt, zeigen die 13 Tracks auf „Oblivion“, das mit einem bombastischen Intro beginnt („Expectation“) und damit die Richtung für die kommenden 54 Minuten bereits sehr detailliert vorgibt: Crematory wollen dem Hörer auf ihrem 14. Studioalbum fette Hymnen („Ghost of the past“), schneidige Epen („Until the dawn“) und flink gespielte Gothic-Metal-Dramen („For all of us“) präsentieren, die zwar angenehm kompakt, aber in ihrer gesamten Machart auch etwas zwiespältig geraten sind. So fühlt sich der Hörer nicht selten an die 90er Jahre und den Sound von Bands wie Paradise Lost, H.I.M. oder auch Tiamat erinnert. Und das soll anno 2018 schon etwas heißen!

Die meisten Keyboard-Klänge sind jedenfalls mehr als nur ein Déjà-vu. Zudem ist der Gesang für eine angebliche Metal-Produktion streckenweise so cheesy („Stay with me“, „Immortal“), dass sich der eine oder andere Headbanger verlegen wegducken dürfte. Auf diese Weise kommt „Oblivion“ nicht über den Status des Fan-Pleasers hinweg, die – wie jeder Käufer – beim Erwerb einer „Oblivion“-CD mit einem amtlichen 10 Euro Einkaufsgutschein für den Crematory-Fanshop belohnt werden.

Anspieltipps:

  • Immortal
  • Salvation
  • For all of us
  • Stay with me
Neue Kritiken im Genre „Gothic-Metal“
3/10

From Spirits And Ghosts (Score For A Dark Christmas)
  • 2017    
5/10

The Shadow Self
  • 2016    
4.5/10

The Brightest Void
  • 2016    
Diskutiere über „Crematory“
comments powered by Disqus