Ash - Islands - Cover
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Ash Islands


  • Label: BMG Rights Management
  • Laufzeit: 46 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
6.7/10 Leserwertung Stimme ab!

Die Generation, die mit den frühen Ash-Platten aufgewachsen ist und sie abgefeiert hat, erlebt mit „Island“ ein angenehmes Déjà-vu.

Die nordirische Rockband Ash – Tim Wheeler (Gesang, Gitarre, Kompositionen), Mark Hamilton (Bass) und Rick McMurray (Drums) – zählt zu den Überbleibseln aus den (für sie sehr erfolgreichen) 90er Jahren, die sich wie so viele Vertreter dieser Epoche eher schlecht als recht ins Hier und Jetzt herübergerettet haben. Meilensteine wie „1977“ (05/1996) mit einer Single wie „Girl from Mars“ sind lange her und konnten in der Folgezeit nie mehr übertroffen werden. Dennoch haben sich die Jungs aus dem südlich von Belfast befindlichen Downpatrick bis heute durchgeschlagen und regelmäßig neue Musik auf den Markt geworfen.

Mit „Island“ legt das Trio nun einen weiteren Longplayer vor, der drei Jahre nach dem durchschnittlichen „Kablammo!“ (05/2015) Boden gut machen soll. „Islands“ entstand in Eigenproduktion unter Mithilfe von Co-Produzent und Toningenieur Claudius Mittendorfer (u.a. We Are Scientists, Gin Wigmore, Drowners, Fall Out Boy, Panic! At The Disco, Johnny Marr, Temples) im Band-eigenen Studio in New York und klingt im Prinzip so, wie Ash nun schon seit 25 Jahren klingen: Power-Pop, ick hör dir trapsen!

Keine Frage: Im Herzen sind Ash definitiv noch immer die Kindsköppe wie zu seligen „Trailer“-Zeiten, selbst wenn die albernen Fotos im „Islands“-Booklet für Musiker im Alter von Mitte/Anfang 40 inzwischen etwas peinlich wirken. Die Nordiren bleiben ihrer Einstellung dennoch treu und liefern auch heuer luftig-leichte Sommer-Rocksongs wie „Annabel“ oder auch „Buzzkill“ ab, die niemanden wehtun, aber auch nicht unbedingt durch Nachhaltigkeit glänzen. Trotzdem: Eingängige Melodien hat Tim Wheeler ganz einfach drauf!

Egal ob nette (Halb-)Balladen („Don’t need your love“, „It’s a trap“, „Incoming waves“) oder entwaffnende Popsongs im Stil von Weezer und Nada Surf („Somersault“, „Silver suit“, „Annabel“): Ash liefern das ab, was der Fan von ihnen erwartet – und das ist auch gut so! Denn auf diese Weise erlebt zumindest jene Generation, die mit den frühen Ash-Platten aufgewachsen ist und diese abgefeiert hat, mit „Island“ ein angenehmes Déjà-vu.

Anspieltipps:

  • Annabel
  • Silver suit
  • Is it true?
  • All that I have left
  • Did your love burn out?
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