Nathaniel Rateliff - Tearing At The Seams - Cover
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Nathaniel Rateliff Tearing At The Seams


  • Label: Caroline/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 47 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.3/10 Leserwertung Stimme ab!

The Night Sweats bleiben Programm und verleihen Rateliffs Soul den nötigen Schuss Leidenschaft.

Nathaniel Rateliff bleibt mit „Tearing At The Seams“ ein lebender Beweis dafür, dass Musik nicht andauernd Innovationen, dafür jedes Mal Herzblut braucht. Das neue Album ist wieder eine 47-minütige Liebeserklärung an die Musik und das Musizieren. Folk, Americana und Rhythm & Blues wechseln sich ab und fließen ineinander, dass es die reine Freude ist. Wer Rateliff noch nicht kennt und eine Referenz sucht, ist mit „Come Around Sundown“ der Kings Of Leon und einer härteren Ray LaMontagne-Gangart gut beraten.

Das Alleinstellungsmerkmal Rateliffs ist die unfassbar lebendig spielende Band, die Americana-Rock („Shoe Boot“) und beherzte Balladen („Hey Mama“ und „Say It Louder“) gleichermaßen mit Leben übersprudeln lässt. Beim mehrmaligen Hören fällt eventuell auf, dass Lieder wie „Intro“ Tiefe vermissen lassen, aber das stört bei der mitreißenden Energie der Lieder kaum. Abgesehen von „Baby I Lost My Way, (But I’m Going Home)“ ist „Tearing At The Seams“ gespickt mit potenziellen Singles wie „You Worry Me“, „Coolin’ Out“ und „Hey Mama“.

Begeisterte Hörer ertappen sich in Rekordtempo beim Mitsingen und davon wird es aufgrund der hohen Qualität hoffentlich so einige geben. Der einzige Vorwurf an „Tearing At The Seams“ ist die vermeintlich kurze Halbwertzeit vieler Titel. Knapp die Hälfte des Albums ist zwar unterhaltsam, aber lädt nicht aktiv dazu ein, dass Hörer die Texte auswendig lernen und aus dem Nichts die Melodien zu pfeifen beginnen. Als Album funktioniert „Tearing At The Seams“ dagegen ziemlich gut und macht von vorne bis hinten Spaß. Mit würdigen Highlights und viel Abwechslung ist das Album ein schöner Start in die längeren und wärmeren Tage und Nächte des Jahres und macht Lust auf mehr.

Anspieltipps:

  • You Worry Me
  • Coolin’ Out
  • Hey Mama

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