DeWolff - Thrust - Cover
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DeWolff Thrust


  • Label: Mascot Records
  • Laufzeit: 48 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
5.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Einmal Wolfmother Light zum Mitnehmen, bitte!

Das Cover ruft Wolfmother, der Schriftzug ruft Wolfmother und der Sound gesellt sich gleich mit dazu. DeWolff aus den Niederlanden sind Retro-Rocker aus dem Bilderbuch und grooven sich geschmeidig und mit Wucht durch elf gut gelungene Soundzeitreisen. Die wahren Vorbilder der Band sind statt Wolfmother natürlich eher Led Zeppelin, aber der Ruf als gekonnter Fälscher passt zum Trio. DeWolff bedienen sich bei großen Vorbildern, sodass die Eigenkreation erstmal im Hintergrund Platz nimmt.

Dieses zweischneidige Lob begleitet die Band durch das komplette Album. „Big Talk“ und „California Burning“ eröffnen das Album mit dem kräftigen Mix aus Blues und Krautrock, der DeWolff ausmacht. Sobald die Melodie nicht mitreißt, sondern auf Gefühl setzt, tut sich das Trio wie in „Once In A Blue Moon“ etwas schwerer. Bevor Hörer darüber nachdenken, stampfen sie zu „Double Crossing Man“ und „Tombstone Child“ schon wieder fest auf den Boden und greifen zur Luftgitarre. DeWolffs Stempel ist leicht verschmiert und liest sich wie Dutzende Vorbilder, aber „Thrust“ macht zu viel Spaß, um sich als Hörer ernsthaft darüber zu echauffieren.

Die Schwachstellen „Deceit & Woo“ und „Tragedy? Not Today“ sind zu verschmerzen. Neben weiterer Unterhaltung in „Swain“ schaffen De Wolff mit „Sometimes“ und „Outta Step & Ill At Ease“ auch noch zwei vernünftige Balladen und verschaffen sich die notwendige Tiefe. „Thrust“ ist in erster Linie eine nostalgische Party, aber eben auch ein Beleg für die zeitlose Qualität der Rockmusik. Darauf lässt sich weiter aufbauen, auch wenn der Name DeWolff bei aller Qualität weiterhin eine Randerscheinung bleibt.

Anspieltipps:

  • Big Talk
  • California Burning
  • Sometimes

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