Snow Patrol - Wildness - Cover
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Snow Patrol Wildness


  • Label: Polydor/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 45 Minuten
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Die Texte von „Wildness“ zeigen Gary Lightbody im Kampf gegen seine inneren Dämonen (Alkoholismus, Depressionen und Schreibblockaden).

6½ Jahre liegt das bis dato letzte Studioalbum der schottisch-nordirischen Band Snow Patrol inzwischen zurück. Ein ziemlicher Brocken, in der eine Gruppe, trotz Hitsingles wie „Run“ (01/2004), „Chasing cars“ (06/2006) oder auch „Shut your eyes“ (04/2007), durchaus in Vergessenheit geraten kann. Doch nun legen Gary Lightbody (Gesang, Gitarre), Jonny Quinn (Drums), Nathan Connolly (Gitarre) Paul Wilson (Bass) und Johnny McDaid (Gitarre, Keyboards) mit „Wildness“ endlich den langerwarteten Nachfolger von „Fallen Empires“ (11/2011) vor – und die Popwelt ist gespannt!

20 Jahre nach ihrem Debütalbum „Songs For Polarbears“ und insgesamt 15 Millionen verkaufte Longplayer später, haben Snow Patrol die längste Pause in ihrer Geschichte hinter sich. In dieser Zeit beschäftigte sich Mastermind Gary Lightbody mit seinem Nebenprojekt Tired Pony und verdingte sich als Co-Songwriter für Kollegen wie Ed Sheeran, Taylor Swift, Biffy Clyro oder auch One Direction. Doch irgendwann kam die Inspiration zurück, neue Songs für Snow Patrol zu schreiben, die für Gary Lightbody auch eine Art Selbsttherapie darstellen.

Dazu der Songschreiber: „Ich glaube, dass es unser erstes Album ist, bei dem ich nicht einfach eine Reihe von Fragen gestellt habe. Dieses Mal wollte ich es nicht dabei belassen, sondern wirklich herausfinden, weshalb ich so unglücklich war, weshalb ich mich so fehl am Platz fühlte, und woher diese ganzen Ängste kamen. Es gibt dieses Mal auch kein Schutzschild mehr: Ausnahmslos alles steckt drin in diesem Album. Ich will mich ja auch an alles erinnern“. Festgehalten wurden diese Erinnerungen im „The Garage“-Studio in Los Angeles unter der Anleitung von Produzent Jacknife Lee (u.a. U2, R.E.M., Bloc Party, Taylor Swift).

Wer jetzt glaubt, dass „Wildness“ ein schwermütiges, von Balladen dominiertes Werk geworden ist, befindet sich auf dem Holzweg. Bis auf die Titel „What if this is all the love you ever get?“, „Soon“ und „Life and death“ halten sich Snow Patrol mit allzu tränenrührigen Songs zurück. Wer es trotzdem lieber balladesk mag, sollte zur Deluxe Edition des Albums greifen, die als Bonus zusätzlich fünf tatsächlich sehr gelungene Akustikversionen der der zehn „Wildness“-Tracks beinhaltet. Ansonsten zeigt sich das Quintett gewohnt poppig, ohne mit den ganz großen Hits früherer Zeiten um sich zu werfen, womit die Band ähnlich erwachsen wie auf „Fallen Empires“ klingt.

Anspieltipps:

  • Heal me
  • Empress
  • Don’t give in
  • What if this is all the love you ever get?
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