Megan Nash - Seeker - Cover
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Megan Nash Seeker


  • Label: Acrönym Records
  • Laufzeit: 45 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
6/10 Leserwertung Stimme ab!

Nicht in Schubladen passende Musik aus der Einöde Kanadas.

Mit ihrem 2017er Album „Seeker“ stellt sich die junge Sängerin und Songschreiberin Megan Nash, die aus Saskatchewan in ländlichen Westen Kanadas stammt, nun auch dem europäischen Publikum vor. Sie wuchs auf einer Farm auf und wurde in früher Jugend von Country-Musik infiziert. Internet und Kabelfernsehen gab es zu dieser Zeit in Saskatchewan nicht. Also blieb nur das Radio, in dem täglich Songs von Dolly Parton, Patsy Cline oder auch Loretta Lynn liefen. Doch von diesen Einflüssen sind in Nashs heutigen Musik nur noch wenige Spuren zu finden. Darüber hinaus wurde die Kanadierin von starken weiblichen Stimmen wie Stevie Nicks, K.D. Lang oder auch Neko Case geprägt, denen sie auf ihren bisherigen Alben „Tough Love“ (2011) und „Song Harvest Volume One“ (2015) sowie der „She Said, She Said“-EP (2014) nacheiferte.

Jetzt legt Megan Nash mit „Seeker“ ihre neueste Songsammlung vor, die sie erstmalig im Verbund mit einer richtigen Band aufgenommen hat. So wird Magan Nash auf den elf Songs auf „Seeker“ von den Bears In Hazenmore unterstützt, die dem Album eine leicht rockige Note verpasst haben und damit einen extremen Kontrast zum „Song Harvest Volume One“-Album herbeiführten, das live in einer 100 Jahren alten Kirche aufgenommen wurde. Dass Megan Nash aber durchaus auch lautere Töne stehen, zeigt „Seeker“ ganz deutlich.

Die Kanadierin besitzt ein kraftvolles Organ, das sowohl mit sanften Klängen wie z.B. in „Hurt people hurt“, als auch mit zupackenden Songs wie „Lavender & leather“ adäquat umgehen kann. Und so, wie Megan Nash und Bears In Hazenmore zusammen agieren, käme man nie darauf, dass „Seeker“ ihr gemeinsames Debüt darstellt, für welches das kanadische Musikerkollektiv eine Roots-Music-Klanglandschaft mit Bestandteilen aus Americana, Country, Folk, Ambient und Rock geschaffen hat.

Auf diese Weise legt Megan Nash ein angenehmes Album vor, das sich nicht einfach so in eine stilistische Schublade pressen lässt und genau daraus seine Spannung bezieht, die von der ersten bis zur letzten Minute hochgehalten wird und „Seeker“ damit zu einem bemerkenswerten Indie-Werk macht.

Anspieltipps:

  • Summer
  • Bad poetry
  • Girl vs ocean
  • Lavender & leather
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