ABAY - Love And Distortion - Cover
Große Ansicht

ABAY Love And Distortion


  • Label: Lovers & Friends Records
  • Laufzeit: 46 Minuten
Artikel teilen:
6/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Der zweite Longplayer aus dem Hause ABAY knüpft nahtlos an das 2016er Debüt an.

Vor sechs Jahren brachten Aydo Abay (Ex-Blackmail, Gesang) und Jonas Pfetzing (Ex-Juli, Gitarre) ihr gemeinsames Projekt ABAY an den Start, das im aktuellen Line-up um Dennis Enyan (Bass) und Johannes Juschzak (Drums) ergänzt wird. Zwei EPs und einen Longplayer können ABAY bisher vorweisen, die zumindest in Indie-Kreisen relativ gut angenommen wurden. Jetzt legt die Band ihr zweites Studioalbum „Love And Distortion“ vor, das sie innerhalb von drei Sessions zwischen Februar 2017 und Februar 2018 aufgenommen hat und von Produzent Olaf O.P.A.L. (The Notwist, Juli, Klee, Milliarden, Ich+Ich, Monolink) veredeln ließ.

Als Gäste sind auf „Love And Distortion“ Chris Stiller (Keyboards), Christoph Clöser (Saxofon) und Eva Briegel (Backgroundgesang) an Bord – also Freunde und Kollegen, die auch vorher schon zur erweiterten ABAY-Familie gehörten. Als familiär lässt sich dann auch der Sound auf „Love And Distortion“ bezeichnen. Will heißen: Wer schon das Debütalbum „Everything´s Amazing And Nobody Is Happy“ (08/2016) mochte und Aydo Abays Händchen für feinen Indie-Rock kennt, der wird sich auch mit den zehn Songs dieses Longplayers anfreunden können.

Egal ob sympathische Schrammel-Hymnen wie „Land of silk & money“ und „I am the believer“, radiofreundliche Popsongs wie „Plastic“, der sich übrigens an Frank Zappas „Bobby Brown“ (!) orientiert, progressive Kleinode wie „Lemonade“ oder sehnsüchtige Balladen wie „Gumo“ – ABAY beherrschen die Klaviatur des Indie-Rock unaufgeregt und effektiv, was heutzutage vielleicht etwas zu wenig Tamtam darstellt, um in der öffentlichen Wahrnehmung einen Fuß in die Tür zu bekommen. Doch wer auf solche (medialen) Nebengeräusche verzichten kann, bekommt mit „Love And Distortion“ ein solides Indie-Rock-Werk geboten, das nahtlos an die Qualität des Debüts anknüpft.

Anspieltipps:

  • Gumo
  • Plastic
  • Lucid peel
  • Rhapsody in red
Neue Kritiken im Genre „Indie-Rock“
7/10

... And The Fallen Universe
  • 2018    
Diskutiere über „ABAY“
comments powered by Disqus