Satanic Surfers - Back From Hell - Cover
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Satanic Surfers Back From Hell


  • Label: Mondo Macabre Records
  • Laufzeit: 30 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
8/10 Leserwertung Stimme ab!

Die schwedischen Melodycore-Punks sind nach 13 Jahren wieder da und geben auf ihrem Comeback eine nostalgische Vorstellung ab.

Im September 2017 gaben die schwedischen Punkrocker Satanic Surfers bekannt, dass sie ein neues Album aufnehmen würden. Das ist insofern bemerkenswert, da das bis dato letzte Studiowerk „Taste The Poison“ aus dem Jahr 2005 stammt und die Band 2007 ihre Auflösung bekanntgegeben hatte. Allerdings gaben die Schweden bereits 2015 ihr Live-Comeback, sodass ein kleines Pflänzchen der Hoffnung auf ein neues Album keimte. Und siehe da: Im Line-up, bestehend aus Rodrigo Alfaro (Gesang), Magnus Blixtberg (Gitarre), Andy Dahlström (Bass), Stefan Larsson (Drums) und Max Huddén (Gitarre), melden sich die Satanic Surfers mit dem Album „Back From Hell“ zurück aus der, ähem, Hölle.

Auf ihrer Comeback-Scheibe bieten die Satanic Surfers ihren Hörern 30 Minuten lang melodiösen High-Speed-Skate-Punk, der streckenweise an die frühen Bad Religion in den 80er Jahren erinnert. Entsprechend fegen dem Hörer Old-School-Vibes in jedem Riff und in jeder Hookline um die Ohren. Doch die Satanic Surfers sind nicht mehr die Teenager-Rasselbande, als die sie im Jahr 1989 startete. Aus diesem Grund hätte der geneigte Konsument durchaus eine Weiterentwicklung erwarten können. Aber nix da!

Die Band um Gründungsmitglied Rodrigo Alfaro hat viel zu sehr Spaß daran, das Rad nicht neu zu erfinden und stattdessen wie früher wie ein wildes Rudel durchs Unterholz zu preschen. Wer sich dabei in kurzen Hosen mit zerschundenen Ellbogen und einem Skateboard unter den Chucks über ein Treppengeländer auf dem Schulhof schliddern sieht: Herzlich Willkommen in der kleinen Welt der Satanic Surfers!

„Back From Hell“ ist von vorne bis hinten ein Ritt durch die Jugend einer Generation, die inzwischen mehr in Themen wie Reihenhäuser und Bausparverträge zu Hause ist. Doch wer weiß, ob sich nicht der eine oder andere von mitreißenden Speed-Bolzen wie „Madhouse“ oder auch „Going nowhere fast“ noch einmal packen lässt und im Keller heimlich das Skateboard herauskramt, um zu den aberwitzigen Speed-Klängen der Satanic Surfers ein paar, nun ja, Pirouetten zu drehen.

Anspieltipps:

  • Madhouse
  • The usurper
  • Paying tribute
  • Self-medication
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