Riot - Armor Of Light - Cover
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Riot Armor Of Light


  • Label: Nuclear Blast/WEA
  • Laufzeit: 65 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
6.5/10 Leserwertung Stimme ab!

„Armor Of Light“ ist eine solide Metal-Platte, die leider gerade in der ersten Hälfte etwas eintönig klingt.

Ende der 70er und Anfang der 80er Jahre prägten Riot eine ganze Generation an Bands, als sie mit ihrem Hardrock, wenn auch in limitierter Form, Elemente des Power und Speed Metal vorwegnahmen. Mitte der 1980er erfolgte dann die Kurskorrektur weg vom Hardrock und hin zum reinrassigen Metal. Im Jahr 2012 starb der Gründer und das letzte Gründungsmitglied der Band, Mark Reale, an den Folgen von Morbus Crohn. Unter dem Banner Riot V mit den langjährigen Mitgliedern Don Van Stavern am Bass und Mike Flyntz an der Gitarre, beide sind schon seit den 80er Jahren dabei, wird die Band mit dem Segen Reales fortgeführt.

Mit Todd Michael Hall haben Riot einen reinrassigen Metal-Sänger gefunden, der nun nach „Unleash The Fury“ sein zweites Album mit der Kapelle präsentiert. Produziert von Chris Collier, geht die Band auf „Armor Of Light“ ordentlich zur Sache. Der Eröffnungsdreier „Victory“, „End Of The World“ und „Messiah“ sind beinahe im Speed Metal zu Hause. Halls Gesang ist nah an Michael Kiske und auch die teilweise fröhliche Grundstimmung in den Hooklines der Refrains erinnern an Helloween. Flyntz und der zweite Gitarrist Nick Lee spielen sich mit zweistimmigen Melodien und Soli in einen Rausch. Ein großes Manko ist allerdings das getriggert klingende Schlagzeug von Frank Gilchriest, das laut Interviewaussagen keinesfalls programmiert sein soll, aber doch klinisch und computergesteuert klingt und so in den Vordergrund gemischt ist, dass es auf Dauer nervig wird.

Erst „Burn The Daylight“ lässt ein wenig Drosselung des Tempos zu, während sich die Riffs, genau wie bei „San Antonio“, klar an Rainbow orientieren. „Set The World On Fire“ zeigt dann, dass die Band auch andere Einflüsse zulässt. Todd Michael Hall macht auch in tieferen Stimmregionen eine gute Figur und auch der leichte Alternative-Metal-Touch steht der Band ganz gut. Das für ihre Verhältnisse fast schon langsame „Caught In The Witches Eye“ vermischt Black Sabbath mit Dokken und hat sogar überraschende Bläsereinsätze am Start, die einen Extrapunkt verdienen. Fazit: Insgesamt ist „Armor Of Light“ zu einem soliden Metal-Album geraten, dem vor allem in der ersten Hälfte etwas Abwechslung und Diversität fehlt.

Anspieltipps:

  • End Of The World
  • Set The World On Fire
  • Caught In the Witches Eye

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