Goldmeister - Alles Gold - Cover
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Goldmeister Alles Gold


  • Label: Deutsche Grammophon
  • Laufzeit: 46 Minuten
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5.5/10 Unsere Wertung Legende
7.6/10 Leserwertung Stimme ab!

Nette Idee der Goldmeister: Deutsche HipHop-Klassiker im Ragtime-Stil.

Das Gesangsduo Chris Dunker und Phil Ohleyer firmiert zusammen unter dem Namen Goldmeister. Die beiden sind für ihr Debütalbum „Alles Gold“ auf die Idee gekommen, Songs vornehmlich aus dem deutschsprachigen HipHop/Rap-Sektor in swingende Jazz-Pop-Arrangements zu stecken und mit der Hamburger Band The Ragtime Bandits (Matthis Rasche, Franz Blumenthal, Cameron Buma, Lasse Grunewald, David Grabowski, Leon Saleh und Lutz Krajenski) neueinzuspielen. Aus dem Rahmen fallende Ausnahmen wie Udo Lindenbergs „Cello“ bestätigen wie immer die Regel, doch das Gros der Stücke auf „Alles Gold“ stammt tatsächlich aus der Sprechgesangsecke.

Vertreten sind hinreichend bekannte Stücke aus dem Portfolio der Fantastischen Vier sowie Peter Fox, Fettes Brot, Jan Delay, Freundeskreis, Seeed, Culcha Candela, Xavier Naidoo, Söhne Mannheims und Marteria, die von Produzent Matthias Hass (u.a. Roger Cicero, Annett Louisan, Yvonne Catterfeld, Barbara Schöneberger, Stefanie Heinzmann) im Phina Music Studio in Hamburg (u.a. Joja Wendt, Tom Gaebel, Till Brönner, Frank Ramond, Helene Fischer) aufgenommen wurden. Musikalisch wird dabei ein Bogen aus Banjo, Saxophone, Posaune, Trompete, Kontrabass, Drums und Klavier im Oldtime-Jazz- und Dixieland-Stil der Goldenen Zwanziger in das Hier und Jetzt gespannt, der allerdings weit weniger spannend ausfällt, als zu erwarten war.

Auch wenn The Ragtime Bandits handwerklich eine makellose Vorstellung abliefern und das Duo Chris Dunker und Phil Ohleyer gesangstechnisch nicht zu beanstanden ist, (endlich versteht man mal die Texte der chronisch nuschelnden HipHopper und Rapper wie Jan Delay und Fettes Brot), versprüht „Alles Gold“ unterm Strich einen etwas biederen Charme, da die meisten gecoverten Songs schon ziemlich ausgelutscht sind und der Ragtime-Stil auf Dauer zu eindimensional ist. Da mit dem Longplayer aber offenbar nur das Mainstream-Publikum mit einem kleinen bisschen Exotik bedient werden soll, muss sich die Feuilleton-Zielgruppe eine andere Anlauffläche suchen.

Anspieltipps:

  • Klar
  • Jein
  • Cello
  • Haus am See
  • Und wenn ein Lied
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