James Bay - Electric Light - Cover
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James Bay Electric Light


  • Label: Republic/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 48 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
6.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Das zweite Album des Briten muss ohne die Hits des Debüts auskommen, gefällt dafür aber als Einheit.

Der junge Brite James Bay (27) schrieb vor ein paar Jahren Musikgeschichte, als er gleich mit seinem Debütalbum „Chaos And The Chalm“ (03/2015) u.a. den ersten Platz der UK-Charts erreichte und davon weltweit mehr als 3½ Millionen Einheiten verkaufen konnte. Zwei der ausgekoppelten Singles – „Hold back the river“ und Let it go“ – avancierten ebenso zu Dauerbrennern in den Hitparaden und laufen bis heute überall im Mainstream-Radio rauf und runter. Für James Bay regnete es in der Folgezeit diverse Auszeichnungen und auch das Live-Publikum rannte dem 27-Jährigen die Bude ein.

So verstrichen die Monate, während Bays Plattenfirma nervös auf das nächste Album wartete, das natürlich an den Erfolg des Vorgängers anknüpfen soll. Doch der Sänger und Songschreiber ließ sich Zeit und komponierte den Nachfolger zu „Chaos And The Chalm“ zusammen mit seinem Freund und Co-Autoren Jon Green in aller Ruhe. Am Ende holte er nach Jacquire King (City And Colour, Robert Ellis, Kings Of Leon, Tom Waits), der das Debüt produzierte, mit Paul Epworth (Maximo Park, Adele, Florence + The Machine, Lana Del Rey, Paul McCartney, Rihanna, London Grammar) keinen weniger bekannten Produzenten zu den Aufnahmen dazu, die in den Londoner Baltic Studios stattfanden.

Nach den beiden Welthits des Debütalbums ist der Hörer natürlich auch auf „Electric Light“ auf der Suche nach ebensolchen Glanzstücken. Doch der Brite hat sich nicht nur optisch verändert. Mit neuer Frisur und ohne den obligatorischen Hut hat sich auch musikalisch etwas getan. James Bay den Singer/Songwriter- und Folk-Pop-Einschlag von „Chaos And The Chalm“ gegen soulige Pop-/R&B-Musik eingetauscht. Diese ist gewohnt gefällig arrangiert, ohne ein kommerzielles Risiko einzugehen. So tastet sich James Bay in seiner noch kurzen Karriere behutsam vorwärts, ohne die Hörer seines Debüts zu vergraulen.

Auch wenn James Bay dabei keinen neuen Hit im Stile von „Hold back the river“ und Let it go“ in petto hat, kann „Electric Light“ als solides Werk Songwriter-Pop-Album durchaus punkten. Dabei gefallen insbesondere die dezenten Prince-Reminiszenzen in Songs wie „Fade out“ und der Mut, den Sound des Debüts zukunftsgerichtet etwas aufzubrechen.

Anspieltipps:

  • Us
  • Fade out
  • Stand up
  • Just for tonight
  • Sugar drunk high
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