The Voidz - Virtue - Cover
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The Voidz Virtue


  • Label: RCA/Sony Music
  • Laufzeit: 58 Minuten
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1/10 Unsere Wertung Legende
4.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Julian Casablancas (The Strokes) langweilt sich und quält die Hörer erneut durch eine seiner Solo- bzw. Voidz-Platten.

Von den Strokes haben wir schon einige Jahre nichts mehr gehört und während Strokes-Gitarrist Albert Hammond Jr. seine Zeit mit Soloalben verdingt, kommt Frontmann Julian Casablancas mit dem zweiten Album seiner Band The Voidz um die Ecke und legt den Fokus dabei weg von seinem zugkräftigen Namen, denn anstatt Julian Casablancas + The Voidz, heißt die Kapelle nun einfach The Voidz.

Wie schon zu Zeiten der Strokes wird scheinbar alles, was Julian Casablancas abliefert, von der Presse gefeiert. Nur, warum? Schon seine frühere Band war wenig innovativ, dazu noch mit einem stümperhaften Sound ausgestattet und Casablancas mit einer alles andere als tollen Stimme ausgestattet.

Schon direkt im Opener „Leave It In My Dreams“ stellt er über einem langweiligen Power-Pop-Song erneut eindrucksvoll unter Beweis, was für ein Anti-Sänger er ist. Gelangweilt, monoton und ohne jeglichen Druck oder Emotion. Klar, das kann man als irgendwie kunstvoll erachten, aber man muss nicht alles verstehen, was die angebliche Fachwelt so von sich gibt. Der Rest des Albums ist ähnlich schwer anzuhören. Elektronisch angehauchte Songs, wie „QYURRYUS“, „Aliennation“ oder „All Wordz Are Made Up“ klingen, als wären sie einfach aufgenommen worden, ohne auch nur darüber nachzudenken. Zudem sind sie mit Effekten überladen.

Die rockigeren Songs wie zum Beispiel „Pyramid Of Bones“ werden mit Sound- bzw. Noise-Collagen durchbrochen, im ruhigeren „Think Before You Drink“ verbirgt Julian Casablancas seine Stimme, wie eigentlich bei allen Songs, hinter Effekten, um von der Banalität seiner Texte abzulenken. Einzig das treibende „My Friend The Walls“ hinterlässt bleibenden Eindruck. Und dennoch: Es ist nicht auszuschließen, dass auch „Virtue“ als innovativ oder die Zukunft der Rockmusik abgefeiert wird. The Voidz mischen zwar massenweise elektronische Elemente in ihre Power-Pop-Melodien, aber wenn das die Zukunft der Rockmusik ist, sieht es düster für sie aus.

Die Frage, wie Julian Casablancas jemals einen Plattenvertrag ergattern konnte, stellt sich auch nach diesem Longplayer wieder überdeutlich. Vielleicht hat ja sein Familienbackground etwas damit zu tun?

Anspieltipps:

  • My Friend The Walls
  • Think Before You Drink

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