Panic! At The Disco - Pray For The Wicked  - Cover
Große Ansicht

Panic! At The Disco Pray For The Wicked


  • Label: Atlantic/WEA
  • Laufzeit: 34 Minuten
Artikel teilen:
6/10 Unsere Wertung Legende
7.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Die zum Soloprojekt geschrumpfte Spielwiese von Brendon Urie mit Studioalbum Nummer sechs.

Die ursprünglich als Quartett gestartete Band Panic! At The Disco ist im Laufe der Jahre, vom Debütalbum „A Fever You Can’t Sweat Out“ (US-Release September 2005) bis zum bis dato letzten Studio-Longplayer „Death Of A Bachelor“ (01/2016), zum Soloprojekt von Sänger Brendon Urie (31) mutiert. Dieser mietet sich bei Bedarf für Studioaufnahmen oder Live-Auftritte ein paar Musiker an und zieht sein Ding ansonsten gnadenlos im Alleingang durch. So auch beim mittlerweile sechsten Studiowerk „Pray For The Wicked“, das er zusammen mit Produzent Jake Sinclair (Weezer, Fall Out Boy, P!nk, Train, Daughtry) eingespielt hat.

Nachdem schon das US-Nummer-1-Album „Death Of A Bachelor“ mehr oder weniger ein Solowerk von Brendon Urie war, weiß der 31-Jährige inzwischen wie es geht und kann seinen immer leicht überdreht wirkenden Mainstream-Pop mit Emo-Einschlag weiter perfektionieren („Say amen Saturday night“). Dazu vertraut er auf „Pray For The Wicked“ auf eine mächtige Orchester-Unterstützung („Fuck a silver lining“) sowie einen zuckersüßen Synthesizer- („High hopes“) und Sample-Unterbau („Roaring 20s“).

In Verbindung mit Uries theatralischer Stimme ergibt sich daraus eine knackig-kurze Songsammlung, die den Hörer mit seiner schreienden guten Laune permanent anspringt („Dancing’s not a crime“, „The overpass“) und damit für amtliche Hektik in der Bude sorgt. Lediglich der balladeske Schlusstrack „Dying in LA“ nimmt mal etwas Fahrt aus der wilden Hatz, die entfernt an ein Musical erinnert. Kein Wunder, hat Brendon Urie doch einige Zeit am Broadway zugebracht. Diese Erfahrung scheint nun auch in „Pray For The Wicked“ eingeflossen zu sein, das zwar kein Konzeptalbum darstellt, aber dem Konzept der guten Laune folgt.

Anspieltipps:

  • High hopes
  • Dying in LA
  • Old fashioned
  • One of the drunks
Neue Kritiken im Genre „Rock/Pop“
Diskutiere über „Panic! At The Disco“
comments powered by Disqus