Namika - Que Walou - Cover
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Namika Que Walou


  • Label: Jive/Sony Music
  • Laufzeit: 49 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
6.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Album Nummer zwei der Newcomerin aus Frankfurt am Main.

Vor drei Jahren veröffentlichte die deutsch-marokkanische Newcomerin Hanan Hamdi alias Namika (26) ihr Debütalbum „Nador“ (07/2015), das nach der Geburtsstadt ihrer Großeltern und Eltern benannt ist. Im Sog der Single „Lieblingsmensch“, die zwar erst zwei Wochen nach dem Album auf den Markt kam, aber während der knapp elfmonatigen Chart-Verweildauer sensationell bis auf den ersten Platz der deutschen Single-Hitparade kletterte, wurde auch „Nador“ zu einem respektablen Hit. Der Longplayer erhielt eine Gold-Auszeichnung für mehr als 100.000 verkaufte Exemplare, hielt sich 34 Wochen in den Charts und erreichte als Peak-Position die Nummer 13.

Auch die erste Singleauskopplung des neuen Albums „Que Walou“, „Je ne parle pas français“ (04/2018), entwickelte sich ähnlich gut wie „Lieblingsmensch“. Kein Wunder, wurde das Werk wie schon „Nador“ wieder von dem Berliner Produzenten-Team Philip Böllhoff, Sipho Sililo, David Vogt und Hannes Büscher alias Beatgees (Helene Fischer, Tim Bendzko, Curse, Yvonne Catterfeld, Lena, Culcha Candela) betreut, dem in Sachen Mainstream-Produktionen so schnell niemand etwas vormacht. Aus diesem Grund ist „Que Walou“ ein durch und durch massentaugliches Popalbum, welches höchstens ein bisschen mit den fremdländischen Wurzeln Namikas spielt („Dschungel im Kopf“).

So wird musikalisch nur ein wenig an der Oberfläche gekratzt („DNA“) und auch in den Texten wird zumeist nicht besonders tief getaucht („Parkbank“, „Hände“). Hauptsache die Worte der kleinen zwischenmenschlichen Geschichten passen gut zur Musik („Liebe Liebe“). Wenn es sein muss, wird dies durch Gastbeiträge aus der HipHop- und Rap-Ecke von Lary („OK“) und Farid Bang („Hände“) nochmals unterstrichen. Das lässt sich als berechnend oder auch kalkuliert verteufeln – oder einfach als die Spielregeln der Pop-Branche annehmen – und fertig ist ein Album, das sich vermutlich weit aus exotischer sieht, als es tatsächlich ist, nämlich unterm Strich nichts weiter als ein netter Pop-Longplayer mit ein paar wenigen Soul-, HipHop- und R&B-Tupfern.

Anspieltipps:

  • DNA
  • Hände
  • Alles was zählt
  • Dschungel im Kopf
  • Je ne parle pas français
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