Wingenfelder - Sieben Himmel Hoch - Cover
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Wingenfelder Sieben Himmel Hoch


  • Label: Starwatch/Sony Music
  • Laufzeit: 52 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
6.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Fury In The Slaughterhouse sind wieder eingemottet. Zeit für Kai und Thorsten Wingenfelder, mit ihrem zweiten (bzw. jetzt wieder ersten) Standbein zurückzukommen.

Die Brüder Kai (58) und Thorsten (52) Wingenfelder kennt der geneigte Hörer als Köpfe der Hannoveraner Gruppe Fury In The Slaughterhouse. Da das in den 80er Jahren gegründete Urgestein der deutschen Pop- und Rockmusik aber 2008 auf Eis gelegt wurde und aktuell lediglich zur Feier des 30-jährigen Band-Jubiläums (sehr erfolgreich) als Live-Band reaktiviert wurde, verdingen sich die beiden seit 2010 gemeinsam mit dem Projekt Wingenfelder, das 2007 ursprünglich als Soloding von Kai an den Start ging, aber später dann in guter alter Familientradition weitergeführt wurde.

Mit „Sieben Himmel hoch“ legten die Herren Wingenfelder nun zusammen mit Fabian Schulz und Robbie Schuller (Keyboards, Gitarren), Benny Glass (Drums) und Volker Rechin (Bass) ihr inzwischen viertes gemeinsames Album und damit den Nachfolger des 2015er Longplayers „Retro“ vor. „Sieben Himmel hoch“ entstand als Eigenproduktion – ein Novum in der bisherigen Karriere des Wingenfelder-Projekts – und soll den Hörer nicht mit Belanglosigkeiten nerven. Kai und Thorsten wollten ein Werk mit Aussage schaffen und sich dabei auf Themen konzentrieren, die ihnen nah sind. Dazu wird wie seit „Selbstauslöser“ (08/2013) üblich auf Deutsch gesungen, und zwar in vierzehnfacher Ausfertigung.

„Sieben Himmel hoch“ ist ein Album, das große Routine ausstrahlt. Es muss niemanden mehr erzählt werden, dass die Wingenfelders gute Songs schreiben und auch mit den – für Fury-Fans wohl immer noch ungewohnten – deutschen Texten durchaus aus der breiten Masse hervorschauen können. Dabei sind viele persönliche Themen in die Stücke eingeflossen, die in englischer Sprache gewiss weniger Aufmerksamkeit erhalten würden. Damit steht „Sieben Himmel hoch“ auf einer soliden Basis, aus der auf die gesamte Albumlänge gesehen fünf bis sechs Songs besonders hervorragen.

Musikalisch agieren Wingenfelder mal poppig verspielt und dann wieder wütend und rockig. So kommt zumindest keine Langeweile auf, auch wenn hier und da ein Stück nicht hundertprozentig ins Ziel trifft. Wer deutschsprachigen Mainstream-Pop/Rock mag, ist mit „Sieben Himmel hoch“ dennoch gut bedient.

Anspieltipps:

  • Links fahren
  • Frau von Welt
  • Bis nach Berlin
  • Verlieb dich nicht in mich
  • Irgendwo ist immer Sommer
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