Heinz Rudolf Kunze - Schöne Grüße Vom Schicksal - Cover
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Heinz Rudolf Kunze Schöne Grüße Vom Schicksal


  • Label: Electrola/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 68 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
6.7/10 Leserwertung Stimme ab!

Mehr als solide Deutsch-Rock-Kost, an der es inhaltlich und musikalisch kaum etwas auszusetzen gibt.

Mit „Schöne Grüße vom Schicksal“ – seinem 36. Album (!!) –, liefert Heinz Rudolf Kunze nicht nur das Debüt für seinen neuen Label-Partner Electrola/Universal ab, wodurch der 61-Jährige im Laufe seiner Karriere sämtliche verbliebenen Majorlabels durchlaufen hat, sondern auch ein erneutes Statement für deutschsprachige Pop-/Rockmusik mit Texten zwischen Politik und Poesie ab, die mit Blick auf ein gewisses Qualitätslevel in Deutschland immer rarer werden. Dass Kunze seine Songs dabei immer wieder aus dem Vollen fräst, ist allerdings schon traditionell Fluch und Segen zugleich. Das zeigt auch das „Schöne Grüße vom Schicksal“-Album wieder eindringlich.

So vermittelt Heinz Rudolf Kunze gleich zu Beginn mit starken Titeln wie „Raus auf die Straße“, einem vom Herzen kommenden Bekenntnis zum Leben als Musiker und „Komm mit mir“ eine unerwartete Aufbruchstimmung, die in Form locker-flockiger Pop-Rock-Songs einen gelungenen und unverkrampften Einstieg darstellen. Dass HRK aber auch ganz gerne verdächtig nah am Schlagerfach vorbeisegelt, wissen wir nicht erst seit „Dein ist mein ganzes Herz“ (1985). Auch heuer sind deshalb Melodien und Refrains wie in „Ich sag’s dir gerne tausendmal“, „Luft nach oben“ oder auch „Nie wieder besser“ durchaus als mutig anzusehen.

Wie es anders und grundsätzlich besser geht, zeigen gefühlsbetonte Pianoballaden wie „Schäme dich nicht deiner Tränen“ und „Die ganz normalen Menschen“ sowie ungewohnt hart rockende Songs wie „Schieß“ und „Hartmann“, in denen Heinz Rudolf Kunze mit schweren E-Gitarren- und süffigen Orgelklängen den Rocker raushängen lässt. Wer kann, der kann eben. Und Heinz Rudolf Kunze kann. Denn die überwiegende Anzahl der 15 Stücke auf „Schöne Grüße vom Schicksal“ stellt mehr als solide Deutsch-Rock-Kost dar, an der es inhaltlich und musikalisch nichts auszusetzen gibt.

Anspieltipps:

  • Hartmann
  • Herzschlagfinale
  • Raus auf die Straße
  • Die ganz normalen Menschen
  • Schäme dich nicht deiner Tränen
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