Welshly Arms - No Place Is Home - Cover
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Welshly Arms No Place Is Home


  • Label: Vertigo/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 50 Minuten
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5.5/10 Unsere Wertung Legende
5.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Das Majordebüt des Sextetts aus Ohio mit den Hitsingles „Legendary“ und „Sanctuary“.

Das aus Cleveland im US-Bundesstaat Ohio stammende Sextett Welshly Arms wurde im Jahr 2012 gegründet und hat bis dato zwei EPs sowie einen Studio-Longplayer auf den Markt gebracht, die sich mehr oder weniger nur in Indie-Kreisen herumsprachen. Doch mit der im vergangenen Jahr veröffentlichten Single/EP „Legendary“ (09/2017) gelang Sam Getz (Gesang, Gitarre), Jimmy Weaver (Bass, Gesang), Brett Lindemann (Keyboards, Gesang), Mickey Gould (Drums) sowie Jon und Bri Bryant (Backgroundgesang) der plötzliche internationale Durchbruch. Der Ohrwurm entwickelte sich zum Chart-Dauerbrenner und zu einem Glückgriff für den Major Universal Music, der Welshly Arms frisch unter Vertrag genommen hatte.

Welshly Arms produzieren ihre Musik – ein Gemisch aus Blues, Soul, Pop, Rock und Gospel – komplett im Alleingang und legen dabei als (Ex-)Indie-Band ein erstaunliches Gespür für Mainstream-Strukturen an den Tag. Die 13 Songs auf „No Place Is Home“ sind durch die Bank radiofreundlich arrangiert und mit einer guten Portion Bombast versehen. So besteht nie die Gefahr, dass Songs wie „Sanctuary“, „Down to the river“, „Wild“ oder auch das besagte „Legendary“ im Formatradiobrei untergehen, auch wenn Welshly Arms für Indie-Freunde damit gewiss zu sehr auf die Sahne hauen.

So ist „No Place Is Home“ – am Ende überraschend – ein Album ohne große Haken und Ösen. Es zeichnet sich durch ein paar nette Melodien aus und besitzt trotz des Bombasts in der Produktion den Charme handgemachter Musik. Doch leider büßen die Songs auf Dauer durch ihre wuchtige Machart und dem kaum variierenden Sound viel von ihrer Wirkung ein. Die Tracks sind sich grundsätzlich zu ähnlich und scheinen immer ein und demselben Schema zu folgen, was einer nachhaltigen Auseinandersetzung mit dem Album nicht gerade förderlich ist. Fazit: Mit etwas mehr Mut wäre hier deutlich mehr drin gewesen!

Anspieltipps:

  • Wild
  • Locked
  • Sanctuary
  • Legendary
  • Love of the game
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