Tremonti - A Dying Machine - Cover
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Tremonti A Dying Machine


  • Label: Napalm Records
  • Laufzeit: 61 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
7.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Für Fans von Creed, Alter Bridge und Freunden der härteren (Metal-)Gangart mit einem Ohr für Melodien.

Als sich Creed nach einer kurzlebigen Reunion 2012 wieder verabschieden und sich Myles Kennedy auch mit Slash und sowie mittlerweile solo beschäftigt, ruft Alter-Bridge-Gitarrist Mark Tremonti eine nach ihm benannte Band ins Leben. Deutlich härter als seine aktuelle und ehemalige Stammband versucht der Amerikaner auf seinen Soloalben seinen Hang zum Metal freien Lauf zu lassen. Dass er auch hinter dem Mikro eine solide Figur abgibt, hat er schon bei diversen Creed- oder Alter-Bridge-Songs gezeigt.

Nach „All I Was“, „Cauterize“ und „Dust“ folgt nun mit „A Dying Machine“ das vierte Album in sechs Jahren. Produziert wurde das Ganze erneut von Michael Baskette, der mittlerweile alle Alben im Dunstkreis von Tremonti, Kennedy, Slash und Co. betreut. Das Riffing des Openers „Bringer Of War“ zeigt dann, was der 44-Jährige im musikalisch noch im Sinn hat. Zwar wurden auch die letzten Alben von Alter Bridge immer härter, aber das Tempo, das hier vorgelegt wird, sucht man dort vergeblich. Bevor der Titelsong mit Double-Bass-Gewittern und schnellen Riffs als Mischung aus Megadeth und Alice In Chains daherkommt, liegt „From The Sky“ stilistisch dann doch näher an Tremontis Hauptband, was hauptsächlich am „ohohohohoh“-Chor und der Eingängigkeit des Refrains liegt.

„Trust“ wiederum klingt dermaßen nach den 2000ern, dass man sich beinahe auf „Human Clay“ zurückversetzt fühlt. Die knackigen „Throw The To The Lions“, „Make It Hurt“ oder „The Day When Legions Burned“ verbinden wiederum modernen Metal mit Thrash-Anleihen, vergessen aber auch melodische Aspekte nicht. Trotzdem schaffen es Tremonti erst mit „Traipse“ wirklich aufhorchen zu lassen. Handwerklich war auch vorher alles gut gemacht, nur wirklich mitreißende oder innovative Riffs und Songs waren nicht wirklich dabei. „Traipse“ hingegen beginnt ruhig, mit einer fesselnden Gitarrenfigur, bevor es dann abwechslungsreich härter und wieder ruhiger wird.

Die Semiballaden „The First The Last“ und „As The Silence Becomes Me“ können jedoch Tremontis musikalische Herkunft genauso wenig verleugnen, wie das zwar flotte, aber ultraeingängige „Take You With Me“. So zeigt Mark Tremonti mit seiner Soloband zwar auch seine deutlich härtere Seite, der eine oder andere Song hätte aber auch auf einigen früheren Alben von Creed oder Alter Bridge landen können.

Fazit: Fans dieser Bands können hier genauso zugreifen, wie Freunde der härteren Gangart mit Faible für eingängige Melodien. „A Dying Machine“ ist kein wirklicher Knaller, aber durchaus solide.

Anspieltipps:

  • Throw Them To The Lions
  • Traipse
  • Take You With Me

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